Ein Herz­stück für Elek­tro­autos

Die Zollner Elektronik AG fertigt seit 2012 Leistungselektronik-Aggregate, unter anderem für Elektroautos. (Bild: Zollner)

Die Zollner Elektronik AG fertigt seit 2012 Leis­tungs­elek­tronik-Aggregate, unter anderem für Elektro­autos. (Bild: Zollner)

Zur Modul- und Endmontage von Leistungs­elektronik-Aggregaten für Elektro­fahrzeuge setzt die Zollner Elektronik AG auf das Radio-Frequency-Identifi­cation-System Simatic RF200 von Siemens. Dieses ist via IO-Link in die Prozesse integriert. Ausschlag­gebende Kriterien des Ober­pfälzer Unter­nehmens waren die Hitze­beständig­keit der mobilen Tags, die geringen System­kosten sowie die einfache Anbindung an Modul­steuerungen.

In einem rund 2.200 Quadratmeter großen Reinraum fertigt und montiert Zollner, ein weltweit führendes Unter­nehmen für mecha­tronische Produkte, das elektro­nische Herzstück eines Elektro­autos. Besonder­heit ist die durchgängig modulare Modul- und Endmontage. Die einzelnen Stationen der Produktions­linie, die aus Hand- oder teil­automati­sierten Arbeits­plätzen bestehen, werden autark gesteuert und die Prozess­abläufe per RFID-Techno­logie von Siemens koordiniert.

Die Oberpfälzer setzen auf Komponenten aus dem kompakten RFID-System Simatic RF200 von Siemens, etwa dem Reader Simatic RF210R mit integrierter IO-Link-Funktio­nalität. Über rund einhundert Lese­stellen wird der Fertigungs­prozess gesteuert und jeder Arbeits­schritt dokumentiert. Die Reader mit inte­grierter Antenne liefern auto­matisch die vom Trans­ponder gelesenen Daten und ermöglichen eine durchgängige Dokumentation der Track-and-Trace-Daten. Die Vorteile dieser Technik: Ohne großen Aufwand lässt sich diese durch den IO-Link-Standard an unter­schied­lichste Steuerungen anbinden. Zudem braucht es keine RFID-spezifische Program­mierung.

RFID-Reader Simatic RF210R in IO-Link-Ausführung auf dem Weg der Aggregate durch diverse Hand- und teilautomatisierte Arbeitsplätze. (Bild: Zollner)

RFID-Reader Simatic RF210R in IO-Link-Aus­füh­rung auf dem Weg der Aggre­gate durch diverse Hand- und teil­auto­mati­sierte Ar­beits­plätze. (Bild: Zollner)

Zusätzlich zu den besonders robusten Readern setzt Zollner auch auf die mobilen und hitze­bestän­digen Trans­pon­der MDS D160 von Sie­mens. Denn der ISO-kon­forme Datenspeicher eignet sich besonders für anspruchs­volle ther­mi­sche Pro­zesse und hält den hohen Tem­pe­ra­tu­ren bis 175 Grad beim Vergießen stand.

Andreas Meidinger, verantwortlicher Elektro- und Softwareplaner bei Zollner, ist zufrieden mit der gewählten RFID-Kombi­nation aus Reader und Transponder. Seit knapp drei Jahren läuft die Fertigung der Leis­tungs­elek­tronik-Aggregate stö­rungs­frei. Mit­tler­weile wird die Siemens-Technik auch in anderen Montage­bereichen eingesetzt. Durch den IO-Link-Standard lassen sich sämt­liche Kompo­nenten ganz einfach in die unter­schied­lichsten Steue­rungen integrierten. So redu­zieren sich auch die System­kosten für die Oberpfälzer. (Quelle: Siemens)

Links: Zollner Elektronik AG, ZandtRFID-Systeme, Automatisierungstechnik, Siemens AG, München

 

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