Mehr Strom aus Wasserkraft in Flüssen

Am Allerwehr im Landkreis entsteht diese Forschungswasserkraftanlage bis 2017. (Bild: TU BS)

Projektziel ist der Nachweis der technischen Machbarkeit einer weltweit einzig­artigen Wasserkraft­technologie zur Erschließung eines bisher technisch und wirtschaft­lich nicht nutzbaren Wasserkraft­potenzials im Bereich der niederen Fallhöhen und großen Durch­fluss­mengen. Dabei finden die ökologischen Rand­bedingungen, wie sie in dem Naturschutz­gebiet Hornbosteler Hutweide gegeben sind, sowie die Fisch­durchgängig­keit besondere Berück­sichtigung.

Das in der Anlage eingesetzte 500 kW Stahl-Hochleistungs­wasserrad besitzt mit 60 Kubikmetern pro Sekunde das 10-fache Schluck­vermögen gegenüber klassischen Wasser­rädern. Eine Vielzahl der dafür notwendigen bau­technischen und maschinen­baulichen Komponenten soll aus zum Teil neu- und weiter­entwickelten Produkten aus dem Portfolio der Salzgitter AG erstellt werden. Die Grundlage hierzu bildet die heutige Produkt­palette, welche Bauelemente, Grobbleche, Rohre und Walzprofile umfasst.

Für die Errichtung und den Betrieb der Anlage verfügt die TU Braunschweig seit 2010 über einen Plan­feststellungs­beschluss sowie über eine entsprechende wasser­rechtliche Bewilligung vom Nieder­sächsischen Landesbetrieb für Wasser­wirtschaft, Küsten- und Naturschutz Lüneburg. Im Mittelpunkt der Arbeiten stehen Untersuchungen der Kurz-, Mittel- und Langzeit­forschung zu technischen, strömungs­mechanischen sowie ökologischen Fragestellungen.

Gelingt die erhoffte technische Umsetzung von universitärer Forschung zum Industriemaßstab, lässt sich langfristig eine grund­lastfähige, CO2-freie Schlüssel­technologie mit netz­stabilisieren­der Funktion im Bereich der erneuerbaren Energien in Deutschland einführen. Die erwartete Jahresstrom­produktion der Forschungs­wasser­kraftanlage beläuft sich auf 2.500.000 kWh. Damit könnten tausend 3-Personen-Haushalte im Umland ganzjährig mit grünem Strom versorgt und so rund 2.500 Tonnen pro Jahr an Kohlendioxid gegenüber Kohlestrom eingespart werden.

Die Salzgitter AG sieht die neue Technologie als richtungs­weisend an und unterstützt die TU Braunschweig bei dem Forschungs­vorhaben als industrieller Kooperations­partner und General­unternehmer. Nach erfolgreicher wissenschaftlicher und technischer Erprobung soll gemeinsam mit der TU Braunschweig die Technologie weiter­entwickelt und für einen industriellen Herstellungs­prozess qualifiziert werden, um nennenswerte Potenziale im Bereich der Wasserkraft zu erschließen.

Ziel des Forschungs­projekts ist es, die technische Machbarkeit einer weltweit einzig­artigen Wasserkraft­technologie nachzuweisen. Mit neu entwickelten Stahl-Hochleistungs­wasserrädern sollen technisch und wirtschaftlich bisher nicht nutzbare Wasserkraft­potenziale in Flussläufen mit niederen Fallhöhen und großen Durchfluss­mengen erschlossen werden, unter besonderer Berück­sichtigung ökologischer Rand­bedingungen. Gelingt an der Aller die erhoffte technische Umsetzung von universitärer Forschung zum Industrie­maßstab, lässt sich langfristig eine grundlastfähige CO2-freie Schlüssel­technologie mit netz­stabilisierender Funktion in Deutschland einführen.

Das Schluckvermögen kann bis zu 100 m³/s pro Hochleistungs­wasserrad betragen und damit das 16,6-fache der größten klassischen Wasserräder (in Bannetze sind es 60 m³/s).Die Gesamtsumme für das Projekt liegt bei etwas über 11 Millionen Euro – inkl. sämtlicher Forschungs- und Entwicklungs­aufwendungen bei Salzgitter AG und TU Braunschweig – bei einer 50:50 Aufteilung der Projekt­kosten zwischen Salzgitter AG und staatlicher Förderung. Die Technische Universität Braunschweig wird die von ihr entwickelte Technologie nun gemeinsam mit der Salzgitter AG bis zur Serienreife und Markt­einführung wissenschaftlich begleiten, weiter erforschen und entwickeln. Dazu gehört neben der technischen und wirtschaft­lichen Optimierung auch die ökologische Begleit­forschung.

Eine Vielzahl der bautechnischen und maschinen­baulichen Komponenten werden auf Basis des Produkt­port­folios der Salzgitter AG weiterentwickelt, dazu gehören Bauelemente, Grobbleche, Rohre und Walzprofile. Mit der Errichtung des Forschungswasser­kraftwerks sollen technische Machbarkeiten und Erkenntnisse hinsichtlich Konstruktion und Betrieb einer solchen Anlage gewonnen werden sowie die Grundlagen für einen wirtschaftlichen Betrieb zum nachhaltigen Ausbau der Wasserkraft erarbeitet werden. Für die Salzgitter AG bietet sich die Möglichkeit einer Erweiterung des Geschäftsfeldes vom Lieferanten zum System­lieferanten bzw. Betreiber an.Der Stahlbedarf je Wasser­kraftanlage liegt im Durchschnitt bei 800 bis 1000 Tonnen. (Quelle: TU BS)

Links: Institut für Statik, Technische Universität BraunschweigWasserkraft, Salzgitter AG

Comments

  1. Dr. U. Sliwczuk says:

    Dieser Artikel ist so unnütz wie ein Kropf. Informationen über das “Wie” werden komplett ausgeblendet. Zeitverschwendung, so einen Artikel zu lesen. Enttäuschend!

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