Mobilität 2025: Verkehr ohne Unfälle und Stau

Werden Elektro-PKW intelligent in das Energiesystem integriert, können sie auch einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten. (Bild: Martin Lober, KIT)

Werden Elektro-PKW intelligent in das Energiesystem integriert, können sie auch einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten. (Bild: Martin Lober, KIT)

Nie wieder ein Unfall, nie wieder Stau. Dies könnte 2025 nach einer neuen Studie Realität werden. Neue Informations- und Kommunikations­technologien werden unsere jetzige Verkehrs­infrastruktur einmal komplett umkrempeln. Die Fahrzeuge der Zukunft verfügen über eine präzise Ortung und hochgenaue digitale Karten mit dynamischen Umfeld­informationen. Gleichzeitig wird die Vernetzung von Fahrzeugen, Infra­strukturen und Daten-Clouds die Sicherheit, Nach­haltigkeit und den Komfort im Verkehr deutlich verbessern. Dies sind Ergebnisse der Studie „Mobilität 2025: Koexistenz oder Konvergenz von IKT für Automotive?“, die im Rahmen des Technologie­programms IKT für Elektro­mobilität II des Bundes­ministeriums für Wirtschaft und Energie im Auftrag des VDE erstellt wurde. Ein weiteres Ergebnis der Studie: „Neue Informations- und Kommunikations­technologien revolu­tionieren nicht nur den Autoverkehr, sondern auch die heutige Automobilbranche. IKT wird die Automobil­industrie mit der Kommunikations­technologie zusammenführen, wenn nicht sogar verschmelzen“, prognostiziert Patrick Ester, Projekt­leiter beim Technologie­verband VDE.

Heute befinden sich die Automobil­industrie und IT-Branche in einem Kooperations­wettbewerb: In Koopera­tionen werden Produkte und Dienst­leistungen aus der IT-Branche ins Fahrzeug integriert, um den Kundennutzen zu erhöhen, andererseits konkurrieren beide Branchen um die Endkunden für Mehrwert­dienste. Deshalb entwickeln die meisten Automobil­hersteller weiterhin proprietäre IT-Systeme für ihre Fahrzeuge. Dieser Kooperationswettwerb wird in den nächsten zehn Jahren durch echte Koopera­tionen ersetzt. Aus Automobil­herstellern werden dabei integrierte IT-/Auto-Technologiekonzerne, entweder durch den notwendigen Aufbau neuer eigener Kompetenzen oder durch branchen­übergreifende Fusionen und Übernahmen, so das Konvergenz-Szenario der Studie.

Neue dienst­leistungs­basierte Erlös­modelle aus der IT- und Kommunikations­welt werden sich durchsetzen. Die verschiedenen Verkehrs­träger und –anbieter werden durch multi- und intermodale Plattformen verbunden. „Mobility as a Service“ wird zum Massen­phänomen, auch außerhalb der großen urbanen Zentren. Die Fahrzeuge werden mit Infrastrukturelementen wie Ampeln oder Verkehrs­erfassungs­systemen kommunizieren, aber auch untereinander. Damit würden autonome fahrerlose Systeme im normalen Straßen­verkehr in greifbare Nähe rücken.

Die Studie wurde im Rahmen der Begleit­forschung zum Technologie­programm IKT für Elektromobilität II vom VDE beauftragt. Autoren der Studie sind die Technischen Universität Dresden, das IVM Institut für Vernetzte Mobilität gGmbH und das IfAK Institut für Automation und Kommunikation e.V. Magdeburg. Die Studie wurde inhaltlich durch einen Beirat namhafter deutscher Industrie­unternehmen – bestehend aus BMW, Continental, Deutsche Telekom, DLR, Innoman, Siemens, Toyota, VDE, Vodafone und Volkswagen – begleitet. (Quelle: VDE)

Weitere Informationen:

Links: VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V., FrankfurtVDE-Studie Mobilität 2025 (Download)

 

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