Impulse für Umsetzung des Paris-Abkommens

Barbara Hendricks eröffnet den Petersberger Klimadialog. Indiens Umweltminister Prakash Javadekar ist einer der Vertreter aus insgesamt 35 Staaten. (Bild: BMUB)

Barbara Hendricks eröffnet den Petersberger Klimadialog. Indiens Umweltminister Prakash Javadekar ist einer der Vertreter aus insgesamt 35 Staaten. (Bild: BMUB)

Mit einem Signal des Aufbruchs ist am Dienstag der siebte Peters­berger Klima­dialog zu Ende gegangen. Der gemeinsamen Einladung von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und der marok­kanischen COP-Präsident­schaft waren Minister aus allen Welt­regionen gefolgt. Nach dem his­torischen Erfolg der Pariser Klima­konferenz im vergangenen Dezember stand die ambitionierte und zügige Umsetzung des Paris Abkommens im Mittelpunkt der Gespräche.

Bundes­umwelt­ministerin Hendricks: „Der Peters­berger Klima­dialog hat erneut vor Augen geführt, dass Deutschland mit seiner ambi­tionierten Klima­politik in guter Gesellschaft ist. Nach dem Erfolg von Paris beginnt jetzt die Phase der Umsetzung. Weltweit ergreifen Regierungen Maßnahmen für den Klimaschutz. Wir können viel voneinander lernen und so die Dynamik im internationalen Klima­schutz weiter beschleunigen.“

Die marok­kanische Umwelt­ministerin Hakima El Haite, Gastgeberin der nächsten Klima­konferenz, sagte: „Auf der ganzen Welt sehen wir immer mehr konkrete und greifbare Zeichen unseres Willens zum Handeln, Hand in Hand für unsere globale nachhaltige Entwicklung. Wir bauen damit die Grundlage einer neuen Welt, die solidarisch und vertrauens­voll zusammenhält. Als Präsident­schaft der COP 22 sehen wir die Herausf­orderung für uns alle, Solidarität und Vertrauen zu erhalten. Die nächste Klima­konferenz wird die Konferenz der Umsetzung und der Unter­stützung.“

Einigkeit bestand darin, dass die in Paris gemachten Klima­ziele möglichst schnell in konkrete Politik umgesetzt werden müssen. Viele Staaten entwickeln bereits mit großem Elan Klima­schutzpläne mit einem Zeit­horizont bis 2050. Hendricks dazu: „Das Interesse an unserem Klimaschutz­plan 2050 ist international sehr groß. Wir haben hier die Möglichkeit, ein Referenz­werk vorzulegen, an dem sich andere Länder bei der Erarbeitung ihrer Pläne orientieren.“

Ein weiterer Schwerpunkt des Gedanken­austauschs lag auf der Nutzung von Synergien für eine beschleunigte Umsetzung des Paris-Abkommens. „Armuts­bekämpfung und die Bekämpfung des Klima­wandels können nur zusammen funktionieren“, sagte Hendricks. „Deshalb müssen wir Klimaschutz und klassische Entwicklungszusammenarbeit stärker zusammen denken.“ Gemeinsam mit Bundes­entwicklungs­minister Müller stellte Hendricks beim Peters­berger Klimadialog eine globale Partner­schaft für die Umsetzung der nationalen Klima­beiträge vor.

Weitere Impulse versprechen sich die Teilnehmer des Dialogs von einer Umlenkung der globalen Finanz­flüsse im Sinne des Klima­schutzes, wie als Ziel des Pariser Abkommens vorgesehen. Bereits heute ziehen viele Investoren ihr Geld aus fossilen Brenn­stoffen ab. Investitionen in erneuerbare Energien und Klima­schutz ziehen dagegen mehr privates Kapital an.

Zum Abschluss des Peters­berger Klima­dialogs sprachen Bundes­kanzlerin Angela Merkel und der marokkanische Außen­minister und Präsident der nächsten Klima­konferenz in Marrakesch, Salaheddine Mezouar, zu den Teilnehmern. Des Weiteren verabschiedete die Versammlung Christiana Figueres, die scheidende Exekutiv­sekretärin des Sekretariats der Klimarahmen­konvention. (Quelle: BMUB)

Links: Petersberger Klimadialog, Berlin • Klimaschutzplan 2050, BMUB

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