E-Tankstellen: Nordfriesland als Vorreiter

Stefan Wiese (Genossenschaft eE4mobile) und Gunnar Thöle (Klimaschutzmanager des Kreises) vor der Stromtankstelle vor dem Kreishaus Husum Stefan Wiese (Genossenschaft eE4mobile) und Gunnar Thöle (Klimaschutzmanager des Kreises) vor der Stromtankstelle vor dem Kreishaus Husum (Bild: Kreis Nordfriesland)

Stefan Wiese (Genossen­schaft eE4mobile) und Gunnar Thöle (Klima­schutz­manager des Kreises) vor der Strom­tank­stelle am Kreis­haus Husum (Bild: Kreis Nordfriesland)

Damit die Elektromobilität im schleswig-holsteinischen Kreis Nord­friesland Fahrt aufnimmt, setzt die Kreis­verwaltung seit 2010 vermehrt auf den Ausbau von Stromtank­stellen. Und die mittler­weile vorbild­liche Infra­struktur – insgesamt mehr als siebzig öffentliche Stromtank­stellen – hat Erfolg: Im Kreisgebiet sind mehr als zweihundert elek­trisch betriebene Kraft­fahrzeuge angemeldet – viermal so viele wie im Bundes­durch­schnitt. Aufgrund seines heraus­ragenden Einsatzes für den Ausbau von Erneuerbaren sowie von Elektro­mobilität zeichnet die Agentur für Erneuerbare Energien AEE den Kreis Nord­friesland als Energie-Kommune des Monats aus. „Der Kreis Nordfriesland zeigt vorbildlich, wie Kommunen Konzepte entwickeln können, um den in Erneuerbare-Energien-Anlagen erzeugten Strom im Verkehr zu nutzen“, unter­streicht Nils Boenigk, stellver­tretender AEE-Geschäftsführer.

„Die Küstenregionen werden den Klimawandel als erste zu spüren bekommen“, weiß Landrat Dieter Harrsen. „Daher setzen wir uns in Nord­friesland in besonderem Maße für den Klimaschutz ein.“ Im Fokus stand bisher der Ausbau erneuerbarer Energien – mit Erfolg: 2016 betrug die Strom­produktion aus Windkraft, Biomasse und Sonnen­energie bereits mehr als das Fünffache des eigenen Verbrauchs. Bis 2020 will Nordfriesland der klima­freundlichste Kreis Deutschlands sein.

„Bei der Einsparung von Klimagasen konzentrieren wir uns derzeit auf die Bereiche mit den größten, bisher noch nicht gehobenen Potenzialen: Gebäudeheizung und Verkehr“, erklärt Harrsen. Die Elektro­mobilität verbindet die beiden Sektoren Strom und Verkehr. Es gilt das Motto: „Strom vom Deich statt Öl vom Scheich“. Um den Nordfriesen den Umstieg auf die Elektro­fahrzeuge zu erleichtern, unterstützt der Kreis alle Akteure beim Ausbau der Lade-Infrastruktur.

Für die Zukunft wollen die Nordfriesen gemeinsam mit den südlichen Nachbarkreisen Dithmarschen, Steinburg und Pinneberg und der Projekt­gesellschaft Norderelbe auch ein umfängliches Netz von Schnell­ladesäulen entlang der gesamten Westküste von Dänemark bis Hamburg installieren. Fahrzeug­besitzer sollen ihren Akku dort innerhalb von rund zwanzig Minuten für die nächsten 100 bis 150 Kilometer aufladen können. (Quelle: AEE)

Link: Portrait des Kreises Nordfriesland @ kommunal-erneuerbar.de

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