Silizium auf Partnersuche

Bestandteile einer Tandemsolarzelle, die Wissenschaftler im Rahmen von EASi entwickeln: metallisches Vorprodukt (weiß) einer epitaxie-frei gewachsenen neuartigen Absorberschicht (grau) und eine Si-Basiszelle (blau gemustert; Bild: IFSH)

Bestandteile einer Tandemsolarzelle, die Wissenschaftler im Rahmen von EASi entwickeln: metallisches Vorprodukt (weiß) einer epitaxie-frei gewachsenen neuartigen Absorberschicht (grau) und eine Si-Basiszelle (blau gemustert; Bild: IFSH)

Am Institut für Solarenergie­forschung Hameln ISFH fand Ende September das Kickoff-Meeting für das neue Forschungsvorhaben „Epitaxie­freier Absorber für kosten­günstige Tandem­solar­zellen auf Silizium – EASi“ statt, das das Bundes­minis­terium für Wirtschaft und Energie mit einer Summe von 1,7 Milli­onen Euro fördert. Mehrere Partner aus der Solar­indus­trie unter­stützen das drei­jährige Projekt.

Bei einer Tandemsolarzelle wird eine zweite Absorber­schicht verwendet, die den höher­energe­tischen Spektral­bereich des Sonnen­spektrums optimal ausnutzt. „Auf diese Weise lässt sich das physika­lische Wirkungs­grad­limit mit einfacher Solarzellen umgehen, was die Tandem­technik zu einer attrak­tiven Zukunfts­perspektive für die Photo­voltaik macht“, erklärt  Raphael Niepelt, der das neue Projekt leitet. Bisher lassen sich Tandem­solar­zellen nur mit sehr teuren Prozessen hergestellen, was ihren Einsatz auf Spezial­fälle wie zum Beispiel die Weltraum­technik begrenzt. Das ISFH arbeitet in EASi nun an der Entwicklung von kostengünstigen Optionen für die Herstel­lung von Tandem­solar­zellen auf Silizium­basis, um dadurch den Einsatz dieser hoch­effi­zienten Technik auch in der Breite zu ermöglichen.

„Durch den perspektivisch höheren Solarertrag pro Fläche lassen sich die heute schon konkurrenz­fähigen Strom­kosten für Photovoltaik noch einmal signifikant senken“, sagt Rolf Brendel, Geschäfts­führer des Instituts. „Die Ziele des Projekts stehen dabei im Einklang mit der lang­fristigen Strategie des Instituts, unsere Partner aus der Industrie bei der Entwicklung von hocheffi­zienten solaren Komponenten zu unter­stützen“, so Brendel weiter. (Quelle: IFSH)

Link: Abt. Photovoltaik, Institut für Solarenergieforschung GmbH, Emmerthal

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