Ausgezeichnete Energieeffizienz

Die Preisträger des Energy Efficiency Award 2016 auf dem 7. dena-Kongress in Berlin. (Bild: dena)

Die Preisträger des Energy Efficiency Award 2016 auf dem 7. dena-Kongress in Berlin. (Bild: dena)

Die Preisträger des 10. Energy Efficiency Awards stehen fest. Die Deutsche Energie-Agentur dena zeichnete auf ihrem jährlichen Kongress in Berlin drei deutsche und ein öster­reichisches Unternehmen mit dem inter­nationalen Energie­effizienzpreis aus. Den ersten Preis erhielt der Snowboard­hersteller CAPiTA MFG für ein vernetztes Wärme- und Kältekonzept am Standort Feistritz in Österreich. Den zweiten Preis bekam der Autoglas­hersteller Pilkington Automotive Deutschland aus Witten für ein Energie­einsparprojekt in Gebäuden und Produktion mit Verbrauchs­messung. Der dritte Preis ging an die Thelen Gruppe, einen Immobilien­entwickler aus Essen, für die Erneuerung und Dezen­tralisierung einer Hallen­heizungs­anlage mit Infrarot. Mit dem Anerkennungspreis für den Einsatz digitaler Lösungen zur Steigerung der Energie­effizienz wurde erstmalig ein weiteres Unternehmen geehrt. Die Auszeichnung ging an Rauschert Heinersdorf-Pressig, einen Hersteller von technischer Keramik, für die Entwicklung eines digitalen Energie­management­systems auf Basis eines innovativen Strom­sensors.

„Die Preisträger sind Vorreiter für gelebte Innovation in der Energie­wende“, betonte dena-Geschäfts­führerin Kristina Haverkamp bei der Preis­verleihung auf dem dena-Kongress. „Während sich viele Aus­zeichnungen auf Konzepte konzentrieren, rückt der Energy Efficiency Award die real umgesetzten Energie­effizienzerfolge in den Mittelpunkt – und das schon seit zehn Jahren in Folge. Mit diesen Vorzeige­beispielen wollen wir möglichst viele Unternehmen anregen, selbst aktiv zu werden.“ Der inter­nationale Energy Efficiency Award ist mit Preisgeldern von insgesamt 30.000 Euro dotiert. Initiiert von der dena im Rahmen ihrer Initiative Energie­Effizienz hat sich der Wettbewerb seit 2007 zum Schaufenster für innovatives Energie­management und effiziente Techno­logien entwickelt. Bis heute verzeichnet er 661 Bewerbungen aus 44 Ländern und 36 verliehene Awards.

Die Preisträger 2016 im Detail:

CAPiTA MFG GmbH aus Feistritz, Österreich: Das Besondere an diesem Projekt ist die sehr frühe Einbeziehung der Energieeffizienz beim Neubau eines Produktions­standorts für Snowboards und Outdoor-Sportartikel. Zum Erfolg führte eine Kombination von modernster Anlagen­technik für den Einsatz von Wärme und Kälte in der Produktion, umfassender Prozess­messtechnik, selektiver Prozesssteuerung und konti­nuierlicher Daten­auswertung.

Pilkington Automotive Deutschland GmbH aus Aken, Sachsen-Anhalt: Das Allein­stellungsmerkmal des Projekts liegt im ganz­heitlichen Lösungs­ansatz, in dem unter­schiedliche Energie­erzeuger und -verbraucher – sowohl innerhalb der energie­intensiven Kernprozesse der Autoglas­produktion als auch im Produktions­gebäude – optimiert wurden. Der konsequente Einsatz eines digitalen Energie­management­systems erlaubt die Veri­fizierung der erzielten Ein­sparungen und informiert über zusätzliche Optimierungs­potenziale.

Thelen Gruppe aus Essen, Nordrhein-Westfalen: Die Erneuerung und voll­ständige Dezen­tralisierung einer Lagerhallen-Heizung steht im Mittelpunkt dieses Energie­effizienz­projekts. Das Unternehmen untergliederte die Halle in einzeln steuerbare Heizzonen und setzte auf wirkungs­grad­optimierte Infrarot-Dunkel­strahler, verknüpft mit einer effizienten Heizungs­steuerung und einer Rest­wärmenutzung. Die Arbeitsplätze können nun bei wesentlich geringerem Energie­einsatz entsprechend der tats­ächlichen Nutzungs­zeit effizient beheizt werden.

Rauschert Heinersdorf-Pressig GmbH aus Pressig, Bayern: Der Anerkennungs­preis Digi­talisierung wurde von der Jury für die Steigerung der Energie­effizienz durch den Einsatz eines eigens entwickelten Stromsensors mit Energie­management­software verliehen. Das System erfasst nicht nur die Stromdaten und bereitet diese systematisch auf, sondern verknüpft diese in Echtzeit mit weiteren Umwelt- und Prozessdaten. Auf diese Weise wurde der Fertigungs­ablauf komplett abgebildet und in Hinblick auf Energie­effizienz optimiert. Eingesetzte Technologien wie Motoren und Brennöfen konnten optimiert oder durch energie­effizientere ersetzt werden. Heute wird das System über das Unternehmen auch als Produkt vertrieben. (Quelle: dena)

Links: Deutsche Energie-Agentur GmbH dena, Berlin • Energy Efficiency Award 2016, Berlin

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