Roadmap für Offshore-Windstrom

Offshore-Windpark in der Nordsee (Bild: Stefan Email, KIT)

Netzanschluss gesichert: Offshore-Windpark in der Nordsee. (Bild: KIT)

Die Bundesnetz­agentur hat den Offshore-Netz­entwicklungs­plan 2025 bestätigt, der die Anbindungen von Winder­zeugung auf der Nord- und Ostsee an das deutsche Übertragungs­netz regelt. „Die Strom­erzeugung aus Wind auf der Nord- und der Ostsee ist ein zentraler Baustein der Energie­wende. Der Offshore-Netz­entwicklungs­plan 2025 bildet eine verläss­liche Grundlage für den weiteren Ausbau der Wind­energie auf See und einen reibungs­losen Übergang hin zur wettbe­werblichen Ausschreibung neuer Projekte“, erklärt Jochen Homann, Präsident der Bundesnetz­agentur.

Der bestätigte Offshore-Netzentwick­lungsplan umfasst vier Netzan­bindungen für Offshore-Wind­erzeugung in der Nordsee und drei Netzan­bindungen in der Ostsee. Diese dienen der Erschließung räumlich zusammen­hängender Windpark­gebiete auf See, die durch den Bundes­fachplan Offshore des Bundesamtes für Seeschiff­fahrt und Hydro­graphie festgelegt wurden. Der Offshore-Netzentwick­lungsplan gibt die Reihenfolge der einzelnen Anbin­dungen sowie den Zeitpunkt ihrer Beauf­tragung und der geplanten Fertig­stellung vor.

Der Plan setzt auch die Vorgaben des Wind­energie-auf-See-Gesetzes zum Ausbau­korridor für Offshore-Windenergie in den Jahren 2021 bis 2025 um und sieht Anbindungen für bestehende Windpark­projekte vor, die an den Ausschrei­bungen für die Jahre 2021 bis 2025 teilnehmen. Mit der Einführung der wettbe­werblichen Aus­schreibungen wird zwar grund­sätzlich ein System etabliert, das eine staatliche Planung und Voruntersuchung von Flächen sowie eine Ausschreibung für diese vorunter­suchten Flächen vorsieht. Da jedoch einige Windpark­betreiber bereits Investi­tionen in Offshore-Projekte insbesondere die Genehmigungs­verfahren tätigten, ermöglicht das Gesetz für die Jahre 2021 bis 2025 grundsätzlich Ausschrei­bungen für planungs­rechtlich fort­geschrittene Projekte.

Die Bedarfser­mittlung zum Ausbau der Offshore-Anbin­dungen ging mit einer acht­wöchigen Beteiligung der Öffent­lichkeit zu den geplanten Maßnahmen einher. Im Rahmen dieser Konsul­tation gingen 156 Stellung­nahmen ein, die in die Überprüfung durch die Bundesnetz­agentur eingeflossen sind. Sämtliche Stellung­nahmen wurden inhaltlich erfasst, ausgewertet und die Argumente bei der Entscheidungs­findung gewürdigt. (Quelle: BNetzA)

Links: Offshore-Netzentwicklungsplan, Bundesnetzagentur, Bonn

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