Neue Materialien für die Energiewende

Der MZE-Neubau führt 150 Forscher aus Chemie, Physik, Materialwissenschaften, Elektrotechnik und Verfahrenstechnik unter einem Dach zusammen.(Bild: M. Balzer, KIT)

Der MZE-Neubau führt 150 Forscher aus Chemie, Physik, Materialwissenschaften, Elektrotechnik und Verfahrenstechnik unter einem Dach zusammen.(Bild: M. Balzer, KIT)

Leistungs­fähige Werkstoffe für die künftige Energie­versorgung, etwa für Batterien und organische Solar­zellen, stehen im Fokus der Forschung des Material­wissenschaft­lichen Zentrums für Energie­systeme MZE am Karls­ruher Institut für Techno­logie. In direkter Nach­barschaft wird sich das Mikro­Tribologie Centrum µTC der Fraunhofer-Gesellschaft mit den wissen­schaftlichen Aspekten von Reibungs- und Verschleiß­prozessen beschäftigen. Die feierliche Übergabe beider Gebäude fand Ende November mit der baden-württem­bergischen Wissenschafts­ministerin Theresia Bauer, Finanzstaats­sekretärin Gisela Splett, dem Präsidenten des KIT Holger Hanselka und dem Vorstands­mitglied der Fraun­hofer-Gesellschaft Alfred Gossner am Campus Süd des KIT statt.

„Die Forschung in den Material­wissenschaften ist Grundlage für künftige Inno­vationen, denn neue Materialien führen zu neuen Techno­logien. Bei der Energie­wandlung und Energie­speicherung stehen wir beispiels­weise noch vor großen material­technischen Heraus­forderungen. Hier kann das MZE mit seiner inter­disziplinär angelegten Forschung einen wichtigen Beitrag zur Energie­wende leisten“, betonte Wissenschafts­ministerin Theresia Bauer. Mit dem Mikro­Tribologie Centrum werde der leistungs­starke Karlsruher Forschungs­standort mit einem weiteren neuen Institut verstärkt. Das KIT baue damit seine viel­fältigen Koope­rationen mit der Fraunhofer-Gesellschaft im Bereich der anwendungs­bezogenen Forschung aus, so Bauer.

„Mit der Investition in den Neubau des MZE sorgen wir dafür, dass Baden-Würt­temberg die euro­päische Forschungs­region Nummer eins bleibt“, sagte Finanzstaats­sekretärin Gisela Splett. „Das MZE und das Mikro­Tribologie Centrum wurden als eigen­ständige Gebäude konzipiert. Trotz der parallelen Verfahrens­weise beim Bau mit zwei Bauherren und zwei Finanz­strömen entstanden zwei beeindruckend einheit­liche Gebäude und damit ein Gebäude­ensemble, das zusammen mit dem House of Competence und dem Audimax einen räumlichen Abschluss des grünen Forums bildet.“

„Material­forschung hat als Querschnitts­thema für viele Forschungs­fragen am KIT hohe Bedeutung, ganz besonders für die techno­logischen Heraus­forderungen, vor die uns die Energie­wende stellt. Mit der Entwicklung neuer Batterie­materialien und druck­barer Solar­zellen wird das MZE hier maßgeblich zu Lösungen beitragen. Dazu arbeiten am KIT Wissen­schaftler unterschied­lichster Disziplinen bereits eng zusammen. Ich freue mich sehr, dass das MZE nun einen geeigneten Rahmen schafft, sie noch stärker zu vernetzen und so die Entwicklung inno­vativer Material­konzepte entscheidend voran­zutreiben“, so Hanselka. (Quelle:KIT)

Links: Materialwissenschaftliches Zentrum für Energiesysteme (MZE), Karlsruhe • MikroTribologie Centrum µTC 

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