25 Millionen für Stuttgart

Am DLR-Standort in der baden-würt­tem­bergi­schen Landes­haupt­stadt arbeiten rund 700 Mitar­beite­rinnen und Mitar­beiter an Themen aus den Bereichen Luft­fahrt, Raum­fahrt, Energie, Verkehr und Sicher­heit. Rechts der Neubau. (Bild: DLR / F. Eppler)

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR hat seinen Standort Stuttgart erweitert und mehr als 25 Millionen Euro in ein neues Gebäude investiert. Der Neubau bietet eine zusätzliche Nutzfläche von 5.200 Quadrat­metern mit einer hoch­modernen Infra­struktur. In den dort zur Verfügung stehenden Labor- und Büroräumen arbeiten rund 110 Wissen­schaftle­rinnen und Wissen­schaftler an Zukunfts­themen aus den Bereichen Laser- und Energie­speicher­forschung.

„Mit der konsequenten Erweiterung unserer Infra­struktur verbessern wir entscheidend die Arbeits­bedingungen unserer Wissen­schaftler und unter­stützen exzellente Forschung“, erklärte Prof. Pascale Ehren­freund, Vorstands­vorsitzende des DLR anlässlich der feierlichen Einweihung des Gebäudes am 8. Mai 2017. „Der Neubau wurde maßgeblich finanziert aus Mitteln des Bundes­ministeriums für Wirtschaft und Energie, des Bundes­ministeriums für Verteidigung und der Baden-Württemberg Stiftung.“

„Der gelingende Technologie- und Wissenstransfer ist ein bedeu­tender Grund­pfeiler des wirtschaft­lichen Erfolgs Baden-Württem­bergs. Dadurch werden inno­vative Ideen in konkrete Produkte, Dienst­leistungen und Anwen­dungen überführt – made in Baden-Württem­berg. Als eine der größten ingenieur­wissenschaft­lichen Forschungs­einrichtungen ist das DLR ein Leucht­turm der Forschungs- und Innovations­landschaft im Land und erfüllt eine wichtige Brücken­funktion zwischen Wissen­schaft und Wirtschaft. Durch zahl­reiche Koopera­tionen mit anderen Forschungs­einrichtungen, Hochschulen und Unternehmen im Südwesten hat das DLR eine bedeutende Rolle im globalen Innovations­wettbewerb“, sagte die baden-württem­bergische Wirtschafts­ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut.

Der energieoptimierte und auf Nachhaltigkeit ausgelegte Bau fügt sich in die vorgegebene Grund­struktur des DLR-Standorts und des ihn umgebenden Universitäts­campus ein. Nach rund dreijähriger Bauzeit konnten die ersten Forscher im Herbst 2016 die neuen Räume beziehen.

Im Neubau sind alle Stuttgarter Mitarbeiter des DLR-Instituts für Tech­nische Physik unterge­bracht sowie die Abteilung Thermische Prozess­technik des DLR-Instituts für Tech­nische Thermo­dynamik.

Das Institut für Technische Physik entwickelt Lasersysteme für Anwendungen in der Luft- und Raumfahrt sowie in den Bereichen Sicher­heit und Verteidigung. Hierzu zählen unter anderem die Themen laser­gestützte Fern­detektion von Schad- und Gefahr­stoffen, Laser­effek­toren großer Reich­weite, die laser­gestützte Flug­instrumen­tierung sowie die Detektion und Beseitigung von Weltraum­schrott mit Lasern.

Der Schwerpunkt der Forschungsarbeiten der Abteilung Thermische Prozess­technik des Instituts für Tech­nische Thermo­dynamik liegt auf der Entwicklung von Wärme­speichern und CO2-neutralen Treibstoffen. Im nach­haltigen Energie­system der Zukunft tragen Wärme­speicher maßgeblich dazu bei, dass Strom aus Solar­kraft­werken zuver­lässig verfügbar ist, konven­tio­nelle Kraft­werke flexibler arbeiten und energie­intensive Industrien die Effizienz ihrer Prozesse erheblich steigern können. Die Erforschung von Herstel­lungs­verfahren für alter­native Treib­stoffe bereitet den Weg, um den Verkehr am Boden preis­werter und umwelt­freund­licher zu gestalten. (Quelle: DLR)

Link: DLR-Standort Stuttgart im Überblick, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Speak Your Mind

*