Fraunhofer beteiligt sich an Enerthing

Die Enerthing GmbH hat zum Jahresbeginn eine erste Finanzierungs­runde abgeschlossen. Zu den Investoren zählen neben der Fraunhofer-Gesellschaft und der NRW-Bank drei industrie­erfahrene Business Angels. Mit der Finan­zierung kann Enerthing seine Markt­einführungs­strategie für flexible Solarzellen umsetzen. Die Inves­titions­mittel ermöglichen dem Start-up, die Skalier­barkeit der Volumen­produktion zu zeigen und Demonstra­toren für Anwendungs­tests an Pilot­kunden zu liefern.

Flexible Solarzelle zur Stromversorgung von Bauteilen, Geräten und Sensoren (Bild: Enerthing)

Über das Internet der Dinge (IoT) werden Milliarden von elektronischen Bauteilen, Sensoren und Klein­geräten miteinander verknüpft. Märkte und Anwendungen wachsen rasant. Derzeit werden diese Geräte fast ausschließ­lich über Einweg­batterien mit Energie versorgt. Die Solarfolie von Enerthing kann viele dieser IoT-Klein­geräte von Batterien oder Kabeln befreien. Instal­lations- und Wartungskosten lassen sich damit erheblich reduzieren und zudem wird die Umwelt entlastet. „Unsere Solar­folie sammelt selbst in Innen­räumen bei Kunst­licht und draußen im Schatten ausreichend Energie, um intelligente Elektronik mit Strom zu versorgen. Insbe­sondere für Geräte wie Sensoren, Sender und Displays, die in großen Stück­zahlen und zum Teil schwer zugänglich in Gebäuden und öffent­lichen Räumen verteilt sind, bringt der batteriefreie Betrieb große Vorteile“, so Dr. Michael Niggemann, CEO des jungen Unternehmens.

Einen wachsenden Bedarf sieht Enerthing in den Bereichen Smart Homes, Einzel- handel sowie in Logistik und Produktion. Enerthings Solarfolie lässt sich durch ihre Formbar­keit leicht in Ober­flächen von Gehäusen und Gegen­ständen integrieren.

Ein innovatives Produktionskonzept ermöglicht es, im Rolle-zu-Rolle Prozess sehr schnell große Stückzahlen zu erreichen und kostengünstig zu produzieren. Michael Niggemann: „Gemeinsam mit unseren Kunden erarbeiten wir Lösungen für den energie­autarken Betrieb aktueller und neuer Produkte. Enerthings Solarfolie ermöglicht dabei eine hohe Flexiblität in der Produkt­gestaltung. Durch Partnerschaften mit Produktions­unternehmen aus den Bereichen Folien­veredlung und Converting erreichen wir einen geringen Investitions­bedarf.“

Durch die wissenschaftlich-technologische Zusammen­arbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE hat Enerthing einen starken Partner an der Seite. Das ISE entwickelt seit nunmehr fast zwanzig Jahren Techno­logien und Know-how zur Herstellung von organischen und jüngst Perowskit­solar­zellen und zählt zu den führenden Kompetenz­trägern auf diesem Gebiet.

Gründer und Geschäftsführer Dr. Michael Niggemann verfügt über fünfzehn Jahre Erfahrung in der Entwicklung organischer Solar­zellen, deren indus­trieller Skalierung und ihrer Imple­men­tierung in Anwendungen. Enerthings Entwicklungs­labor im Zentrum für organische Elektronik COPT in Köln bietet eine hervor­ragende Infrastruktur für das junge Unternehmen. (Quelle: FhG)

Links: Enerthing GmbH, DüsseldorfThema Neuartige Photovoltaik-Technologien, Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE, Freiburg i.Br.

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