„Next Energy“ wird DLR-Institut für Vernetzte Energiesysteme

Die DLR-Forscher des Instituts für Vernetzte Energiesysteme erforschen in Oldenburg vor allem die Synergieeffekten aus der Sektorenkopplung Strom-Wärme. (Bild: DLR; CC-BY 3.0)

Aus „Next Energy“ wird das DLR-Institut für Vernetzte Energie­systeme, die Oldenburger Forschungs­einrichtung ergänzt und bereichert so ab sofort die Energie­forschung beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt thematisch. Damit endet die Ära des EWE-Forschungs­zentrums. Ermöglicht wurde der Wechsel durch den Deutschen Bundestag, der Ende 2016 rund 42 Millionen Euro für den Aufbau von bundes­weit sechs neuen DLR-Instituten bewilligt hatte. Next Energy wurde 2009 eröffnet und mit Mitteln des Olden­burger Versorgungs­unternehmens EWE finanziert.

Mit der Zustimmung des DLR-Senats am 28. Juni 2017 hat das Zukunfts­konzept des Oldenburger Instituts die letzte Hürde für die Integration ins DLR genommen. „Wir freuen uns, dass wir jetzt ein Teil der großen DLR-Familie sind. Es ist eine großartige Anerkennung unserer bisherigen Arbeit und ein immenser Reputations­gewinn für den Energie­forschungs­standort Oldenburg“, sagt Instituts­direktor Prof. Dr. Carsten Agert. Er hebt das Engagement zahlreicher Förderer hervor: „Ohne politische Unter­stützung hätten wir diese Erfolgs­geschichte nicht schreiben können. Deshalb gilt mein ganz besonderer Dank dem Bundes­ministerium für Wirtschaft und Energie, der Nieder­sächsischen Landes­regierung sowie den Oldenburger Bundestags­abgeordneten Stephan Albani, Peter Meiwald und Dennis Rohde. Und mein ganz besonderer Dank gilt selbst­verständlich der EWE AG, deren jahre­lange Grund­finan­zierung unsere Entwicklung überhaupt erst möglich gemacht hat.“

Für das DLR ist das neue Institut im Nordwesten eine wertvolle Ergänzung des beste­henden Port­folios. „Mit diesem Schritt können wir unsere Energie­forschung weiter stärken. Der neue DLR-Standort in Oldenburg verfügt über hervor­ragende Kompe­tenzen und eine exzellente Infra­struktur“, sagt die DLR-Vorstands­vorsitzende Prof. Dr. Pascale Ehrenfreund. „Mit der Systemintegration und den Netz­techno­logien und dem Energie­management halten neue Themen Einzug ins DLR, die zudem auch relevant sind im Rahmen der zuneh­menden Digitali­sierung des Energie­systems.“

Systemische Forschung rückt in den Fokus

Künftig wird sich das Institut für Vernetzte Energie­systeme vorrangig auf die Entwicklung von system­orientierten Technologien und Konzepten für eine nachhaltige Energiev­ersorgung fokussieren. Ziel des neuen Ansatzes ist es, trotz Wetter­abhängig­keit und mit zunehmend dezentralen Strukturen ein stabiles und effizientes Energie­system sicherzustellen. „Hier blicken wir zum Beispiel auf Synergie­effekte, die sich durch die sogenannte Sektoren­kopplung ergeben, etwa durch die Einbe­ziehung des elektro­mobilen Verkehrs­sektors in die Planung von Speicher­kapazitäten für Strom“, erklärt Agert.

Im neuen Forschungsportfolio werden auch Themen zur Netz­model­lierung und Netz­techno­logien vertreten sein. Auch die Model­lierung und die Technologie­bewertung von Energie­systemen gewinnen an Relevanz. Auf diesem Feld der Energie­system­analyse werden die Oldenburger Wissen­schaftler künftig mit dem Stutt­garter DLR-Institut für Tech­nische Thermo­dynamik kooperieren. Eine weitere Forschungs­achse Oldenburg-Stuttgart wurde im Brennstoffzellenbereich geschaffen.

Thematisch untergliedert sich das DLR-VE in die drei Abtei­lungen Stadt- und Gebäude­techno­logien, Energie­system­technologie und Energie­system­analyse. Arbeits­plätze sind durch den Wechsel nicht verloren gegangen. Geplant ist, die Mitar­beiter­zahl am Standort Oldenburg mittel­fristig zu erhöhen. (Quelle: DLR)

Link: DLR-Institut für Vernetzte Energiesysteme, Oldenburg

 

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