BMW legt Elektrifizierungsstrategie vor

Ehrenplatz für den Pionier: Dr. Julian Weber, Leiter Innovationsprojekte E.-Mobilität bei der BMW Group, übergab 2013 den Mini-E von 2008 an Sylvia Hladky, Leiterin Verkehrszentrum im Deutschen Museum. (Bild: BMW)

Die konsequente Elektrifizierung des Produktportfolios ist eine zentrale Säule der Strategie „number one > next“ der BMW-Gruppe. Alle Marken können elektrifiziert werden, also zusätzlich zu einem klassischen Verbrennungsmotor auch mit einem vollelektrischen oder Plug-in Hybrid-Antrieb angeboten werden. Künftig kommen jährlich neue, elektrifizierte Modelle hinzu und zudem ermöglicht die nächste Generation der Fahrzeugarchitekturen nach 2020 auch weitere vollelektrische Modelle.

Die BMW Group hat heute angekündigt, dass der neue, vollelektrische Mini eine Variante des Mini Dreitürers sein wird. Die Produktion startet 2019. Der Kunde kann bei der Marke Mini künftig zwischen drei Antriebsarten wählen: Verbrennungsmotor, Plug-in-Hybrid oder reiner Elektromotor. Der Antriebsstrang des vollelektrischen Mini kommt aus den BMW-Werken Dingolfing und Landshut, den Kompetenzzentren für E-Mobilität im Produktionsnetzwerk. Im BMW-Werk Oxford wird dann der Antriebsstrang in das Fahrzeug integriert. Die Entscheidung für Oxford ist vor dem Hintergrund gefallen, dass Oxford den Großteil aller Mini Dreitürer produziert.

Oliver Zipse, Produktionsvorstand der BMW Group: „Dingolfing und Landshut übernehmen bei der Elektrifizierung eine technologische Vorreiterrolle innerhalb unseres weltweiten Produktionsnetzwerks. Unser adaptives Produktionssystem ist reaktionsfähig und innovativ: Entsprechend der Marktentwicklung können wir das Fertigungsvolumen der elektrischen Antriebskomponenten schnell und effizient auf eine steigende Kundennachfrage anpassen.“

Für 2025 erwartet BMW einen Verkaufsanteil elektrifizierter Fahrzeuge zwischen 15 und 25 Prozent. Allerdings werden Faktoren wie Gesetzesanforderungen, Anreizsysteme und die Ladeinfrastruktur Einfluss darauf haben, in welchem Umfang die E-Mobilität in jedem einzelnen Land eine Rolle spielen wird.

Um auf die Kundenwünsche reagieren zu können, verfügt die BMW Group schon jetzt an ihren internationalen Produktionsstandorten über eine einzigartige Flexibilität. Künftig ist das BMW Produktionssystem so gestaltet, dass in den Fertigungsstrukturen der Werke gleichzeitig Modelle mit Verbrennungsmotor, Plug-in-Hybrid oder einem vollelektrischen Antrieb gebaut werden können.

BMW produziert derzeit an zehn internationalen Standorten elektrifizierte Modelle. Bereits seit 2013 kommen die maßgeblichen Komponenten für den E-Antrieb aus den Werken Dingolfing und Landshut. In Dingolfing laufen zudem die Plug-in-Hybrid Versionen des 5er und des 7er vom Band, sowie ab 2021 der BMW-i Next. Insgesamt haben die Bayern bis heute mehr als hundert Millionen Euro in die Elektromobilität am Standort Dingolfing investiert und wird mit der Erweiterung des Angebots an elektrifizierten Fahrzeugen auch weiter in den Standort investieren.

Elektrifizierung aller Marken und Produktreihen schreitet voran

Der neue, vollelektrische Mini gehört zu einer Reihe von elektrifizierten Modellen in den kommenden Jahren. 2018 kommt der i8-Roadster als neues Mitglied der BMW-i-Familie. Für 2020 ist ein vollelektrischer X3 angekündigt und für 2021 der iNEXT.

BMW hat derzeit das breiteste Angebot von elektrifizierten Fahrzeugen in der Automobilindustrie weltweit – aktuell neun verschiedene elektrifizierte Modelle an, einschließlich die bei VDL Nedcar in den Niederlanden produzierte Plug-in-Hybrid-Variante des Mini Countryman. Für 2017 plant die Gruppe, 100.000 elektrifizierte Fahrzeuge zu verkaufen, um dann insgesamt bereits 200.000 elektrifizierte Fahrzeuge auf den Straßen zu haben.

Der frühe Einstieg in die Elektrifizierung von Fahrzeugen verschaffte BMW einen Wettbewerbsvorteil. In Pionierarbeit startete das Unternehmen bereits 2008 einen weltweiten, ersten Großversuch mit dem Mini-E. Die Erfahrungen aus diesem Projekt spielten eine bedeutende Rolle in der anschließenden Entwicklung des i3 und i8, diese wiederum ebneten ihrerseits den Weg für die aktuellen Plug-in Hybrid-Fahrzeuge des Unternehmens. (Quelle: BMW)

Link: Übersicht: Elektromobilität, Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft, München

 

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