Profitabler Mobilitätswandel

In den nächsten Jahren soll der Markt für leichte Elektro­fahrzeuge weiterhin wachsen: Laut Schätzungen werden weltweit bis 2020 rund hundert Millionen Fahr­zeuge produziert – wohl auch zunehmend in Europa. (Quelle: Bosch)

Mit Lösungen für den Straßen­verkehr von morgen wächst Bosch bereits heute doppelt so schnell wie der Markt. 2017 steigt der Umsatz des Unter­nehmens­bereichs Mobility Solutions voraus­sichtlich um sieben Prozent auf rund 47 Milliarden Euro. Im selben Zeitraum steigt die weltweite Fahrzeug­produktion um 2,8 Prozent. „Unser Geschäft mit der Automobil­industrie legt weiter zu und bleibt stark – eine gute Basis, um uns für die Mobilität der Zukunft aufzu­stellen“, sagt Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Bosch-Geschäfts­führung. Besonders dynamisch entwickelt sich derzeit das Geschäft mit Fahrer­assistenz­systemen, der Vorstufe zum automati­sierten Fahren. Hier wächst der Markt um 25 Prozent, Bosch sogar noch stärker. Bereits 2019 wird das Techno­logie- und Dienst­leistungs­unternehmen mit Fahrer­assistenz­systemen zwei Milliarden Euro umsetzen. Bis Ende des Jahres soll die Anzahl der Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung um fast zehn Prozent auf 48.000 steigen. Automatisierung, Elektri­fizierung und Vernetzung – das sind die technischen Pfade hin zur unfallfreien, stress­freien und emissions­freien Mobilität. „Es geht nicht nur darum, bessere Autos zu bauen. Wir müssen Mobilität neu denken“, so der Physiker weiter.

Ob Staus, Unfälle, Luftverschmutzung oder Klimawandel – für die aktuellen und künftigen Heraus­forde­rungen des Straßen­verkehrs hat Bosch bereits jetzt Lösungen und Services. „Wir müssen unsere Mobilität heute verändern, wenn wir morgen mobil bleiben wollen“, sagt Denner. Eine wichtige Aufgabe derzeit: die Luft­qualität in Städten verbessern. Dazu beitragen will Bosch sowohl mit der weiteren Opti­mierung des Verbrenners als auch mit der Forcierung der Elektro­mobilität. „Für uns gibt es kein Entweder-oder. Wir wollen die technische Entwicklung offen halten und sie nicht auf einen Pfad beschränken“, sagt Denner mit Blick auf die aktuellen Diskus­sionen um Fahrverbote und die Zukunft von Verbrennungs­motoren. Wesent­liche Fortschritte bei Emissionen und Immissionen von Verbrennungs­motoren können mit synthe­tischen Kraft­stoffen, sogenannten eFuels erzielt werden. Diese werden mithilfe von regene­rativen Energien erzeugt und können den Verbrenner CO2-neutral machen. Hinzu kommt, dass synthetische Kraft­stoffe so designt werden können, dass sie praktisch rußfrei verbrennen. Damit lassen sich die Kosten der Abgas­nach­behandlung reduzieren. „eFuels können mit bestehenden Tank­stellen und vor allem mit aktuellen Motoren genutzt werden. Sie wirken dadurch schneller als eine komplette Erneu­erung von Infra­struktur und Fahrzeugen“, sagt Denner.

Das elek­trische Achs­antriebs­system (eAchse) von Bosch vereint Getriebe, E-Maschine und Leistungs­elektronik in einem kompakten Gehäuse. Das reduziert die Komplexität des E-Antriebs und macht den Antriebs­strang deutlich günstiger, kompakter und effi­zienter. (Quelle: Bosch)

Die weitere Markt­durch­dringung der Elektro­mobilität nimmt Fahrt auf. Die neue eAchse von Bosch macht den elek­trischen Antrieb effizienter und günstiger für Hersteller – und damit auch für jeden, der elektrisch unterwegs sein will. Für Anwendungen im Bereich der leichten Elektro­mobilität hat Bosch ein flexibles und leicht skalier­bares 48-Volt-Antriebs­system auf Basis von serien­erprobten Komponenten entwickelt. In China, dem weltweit größten Markt für Elektro­mobilität, ist Bosch bereits führend. In Europa liefert Bosch das Antriebs­system für die größte Elektro­flotte, den Street­scooter der Deutschen Post.

Immer konkreter wird auch das automa­tisierte Fahren bei Bosch. Gemeinsam mit Daimler schickt der weltgrößte Automobil­zulieferer bereits Anfang der nächsten Dekade hoch­automati­sierte Car­sharing-Flotten auf die Straßen in Städten, um damit den Verkehrs­fluss zu verbes­sern und zu mehr Sicher­heit beizutragen. Laut einer weltweiten Umfrage wünscht sich jeder zweite Verbraucher solch ein selbst­fahrendes Auto, das dem Fahrer Aufgaben abnimmt und durch den Verkehr steuert. Den ersten Schritt zum autonomen Fahren hat Bosch bereits gemacht: Ab Anfang 2018 suchen sich Autos im Parkhaus des Mercedes-Benz-Museums in Stuttgart fahrerlos einen Parkplatz und parken ein. Das sorgt für weniger Stress – und effi­zientere Parkraum­nutzung: Bis zu zwanzig Prozent mehr Fahrzeuge passen so auf die gleiche Fläche. Möglich wird das Automated Valet Parking mithilfe einer intelli­genten Parkhaus-Infra­struktur von Bosch. (Quelle: Bosch)

Link: Bosch auf der IAA 2017

 

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