„Faktencheck Elektromobilität“

Die Elektro­mobilität ist schon da – wie hier an der Schnell­lade­station Satteldorf an der A6 Mannheim-Nürnberg in Form eines BMW i3 und eines Hyundai Ioniq (Bild: dre)

Angesichts von weltweitem Klima­wandel und Luft­schadstoff­problemen in den Städten steigt der Handlungs­druck, im Verkehr die Emissionen zu verringern und unabhängig von fossilen Energieträgern zu werden. Elektro­fahrzeuge stellen in diesem Kontext eine viel­diskutierte Option dar.

Doch sind Elektroautos geeignet, die verkehrs­bedingten Umwelt­probleme zu lösen? Wieviel Strom wird für Elektro­mobilität in Zukunft benötigt? Sind ausreichend Rohstoffe für Elektro­motoren verfügbar? Wo steht Deutschland im internationalen Vergleich und was bedeutet dies für die Zukunft der Automobil­industrie?

Diese und andere häufig gestellten Fragen beantwortet das Experten­team des Öko-Instituts im Hinter­grund­papier „Faktencheck Elektro­mobilität“. Es bündelt zahlreiche wissen­schaft­liche Arbeiten des Instituts rund um Aspekte der Klima­bilanz, zum Strom- und Rohstoff­bedarf sowie zu Akzeptanz und Kosten und bietet einen Ausblick zu Zukunfts­fragen der Elektromobilität.

Klimavorteil von Elektrofahrzeugen

Schon heute sind Elektro­fahrzeuge deutlich energie­effizienter als Fahrzeuge mit Verbren­nungs­motor und weisen auch beim aktuellen Strommix bereits einen Klima­vorteil auf. Dieser wird mit dem Fort­schreiten der Energie­wende weiter steigen. Dies ist allerdings kein Selbst­läufer: Der Ausbau der erneuer­baren Energien muss weiter vorange­trieben werden. Angesichts der zusätzlichen Strom­nachfrage aus dem Verkehr muss die Steigerung der Energie­effizienz auch jenseits von Elektromobilität weiterverfolgt werden.

Aus Sicht des Öko-Instituts reicht jedoch der Umstieg auf Elektro­fahrzeuge alleine nicht aus, um nachhaltig mobil zu sein. Zwar können die lang­fristigen Klima­schutz­ziele so realisiert werden. Doch kann der Techno­logie­wechsel nicht Lärm­emissionen, Flächen­verbrauch und den Bedarf von energe­tischen und nicht-energe­tischen Ressourcen verringern. Es braucht daher den Einstieg in eine umfassende Verkehrs­wende, die es ermöglicht, zukünftig auf kürzeren Wegen zum Ziel zu kommen, nicht-motorisiert oder mit dem öffent­lichen Verkehr einfach und sicher unterwegs zu sein und den öffent­lichen Raum alternativ zu Straßen- und Park­flächen erlebbar zu machen.

Link: „Faktencheck Elektro­mobilität“ – das umfangreiche FAQ des Öko-Institut e.V., Freiburg i. Br.

Speak Your Mind

*