Frank­furt/Rhein-Main ist Energie-Kom­mune des Jah­res 2017

Der Regionalverband Frankfurt/Rhein-Main steuert und koordiniert die regionale Entwicklung von 75 Kommunen mit insgesamt drei Millionen Menschen. Beim Thema Energie­wende geht der Regional­verband über die Aufstellung eines Regionalen Flächen­nutzungs­plans hinaus. „Die Erkenntnis, dass eine transparente Kommunikation zwischen den Kommunen nur auf einer soliden Datenbasis funktioniert, hat im Regional­verband Frankfurt/Rhein-Main zum Aufbau eines vorbildlichen Energie­monitorings geführt“, lobt Philipp Vohrer, Geschäfts­führer der Agentur für Erneuerbare Energien, im Rahmen der Auszeichnung des Regionalverbands auf dem Zukunftsforum Energiewende in Kassel.

Michael Voll, Fachbereichsleiterin Dr. Kirsten Schröder-Goga, Verbandsdirektor Ludger Stüve (Regionalverband Frankfurt/Rhein-Main, v.l.) nehmen die Auszeichnung von AEE-Geschäftsführer Philipp Vohrer (r.) entgegen. (Bild: AEE)

„Die Gestaltung der Energie­wende findet dezentral, in den Kommunen und Regionen statt. Hier müssen Häuser energie­sparend saniert, Verkehrs­infra­struktur neu geplant und Anlagen zur Nutzung erneuer­barer Energien errichtet und betrieben werden“, erklärt Philipp Vohrer. „Um Erfolge kommuni­zieren und Defizite analy­sieren zu können, müssen Status quo, Entwick­lungen und Poten­ziale ermittelt werden. In der Diskussion mit den Kommunen müssen diese Infor­mationen aber auch in einer vergleich­baren Form vorliegen.“

Der Regionalverband hat daher gemeinsam mit der Stadt Frankfurt am Main angefangen, die Energie­daten der einzelnen Kommunen mithilfe von Kommunalen Energie­steck­briefen aufzugreifen. Dafür wurde ein eigenes System zum Energie- und CO2-Monitoring entwickelt und auf alle Kommunen angewandt. Die Daten zu Energie­verbräuchen, lokaler Energie­­erzeugung und CO2-Emissionen werden für Städte und Gemeinden, Landkreise sowie für den gesamten Regional­verband erhoben. Er unterstützt damit einerseits die Kommunen bei der Daten­beschaf­fung und etabliert anderseits ein aktuelles und vergleichbares Monitoring im Energiebereich.

Die Steckbriefe werden auf dem neuen Portal des Regional­verbands klimaenergie-frm.de zusammen mit einem Klima­atlas, einem Wissens­bereich und einer Vorstellung von regionalen Projekten veröffentlicht. Und dass die Projekte im Regional­verband zahlreich sind, zeigen auch die bereits erfolgten Auszeichnungen von Gemeinden im Regional­verband als „Energie-Kommunen“: Groß-Gerau für seine Wärmeplanung, Hatters­heim für den Bezug von Ökostrom und der Stadt Frankfurt gemeinsam mit dem Regionalverband für ihr Energiekonzept.

„Für die Auszeichnung als Energie-Kommune des Jahres war entscheidend, dass das Thema Energiewende in diesem gemeinsamen und regionalen Ansatz mit viel Weitblick und mit hohem Engagement umgesetzt werden kann“, meint Philipp Vohrer. „Gerade angesichts der vielen negativen Meldungen rund um das drohende Verfehlen der Klimaschutz­ziele bietet der Ansatz des Regionalverbands eine Lösung, wie der Spagat zwischen abstrakten Klima­zielen und der Umsetzung konkreter Projekte geschafft werden kann und ist in dieser Form vorbildhaft für andere Regionen in ganz Deutschland und darüber hinaus.“ (Quelle: AEE)

Links: Klima-Portal, Regionalverband FrankfurtRheinMain, Frankfurt am Main • unendlich-viel-energie.de, Agentur für Erneuerbare Energien e.V., Berlin

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