„Energie-Beschleuniger“ für Karlsruhe

Um die Gründungs­intensität in wissens- und technologie­basierten Branchen in Baden-Württemberg weiter auszubauen, fördert das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau den Aufbau eines Energie-Accelerators in der Technologie-Region Karlsruhe während der nächsten zwei Jahre mit rund 317.000 Euro. „Mit dem Energie-Accelerator wollen wir die Technologie-Region Karlsruhe als Start-up Region im Energie­sektor etablieren“, sagte Wirtschafts­ministerin Nicole Hoffmeister-Kraut gestern in Stuttgart.

Dr. rer. pol. Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU), Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau, Baden-Württemberg (Bild: WM-BW)

Da in den letzten Jahren ein signifikanter Rückgang der Gründungs­aktivitäten im Energiebereich zu verzeichnen war, solle der neue Energie-Accelerator die Grün­dungs­inten­sität in diesem Bereich neu beleben: „Das Gründer­land Baden-Württemberg soll im Bereich Energie an Dynamik und Fahrt gewinnen und sich im internationalen Wettbewerb der besten Start-up-Öko­sys­teme behaupten können“, so der Wunsch der Wirtschaftsministerin.

Die hohen technologischen Voraus­setzungen und besondere Komplexität der Projekte sowie ein großer Ver­netzungs­bedarf der invol­vierten Partner in Verbindung mit einem hohen Gründungs­potenzial für innovative Ideen und intel­ligente Lösungen führen im Umfeld der Energie­wende zu einer spezifischen Situation. Accele­ratoren bieten Start-ups innerhalb eines fest­gelegten Zeitraums von in der Regel einem Jahr einen Raum sowie ein intensives, auf das Start-up zugeschnit­tenes Coaching und beschleu­nigen so den Entwicklungs­prozess zur Erlangung der Markt­reife. Der Verein Fokus Energie erhält eine Förderung zur Umsetzung des Projekts, das Bestandteil der Start-up BW Acceleratoren ist.

„Wir sind ein Gründer­land mit Tradition, wir sind innovativ und kreativ. Mit unserem neuen Energie-Accelerator bauen wir unsere leistungs­starken Gründungs­regionen weiter aus. Die wichtige, meist alles entscheidende Phase eines Start-ups zwischen der innova­tiven Idee und dem Markt­eintritt professiona­lisieren und beschleunigen wir mit unseren Acceleratoren“, so Hoffmeister-Kraut. Denn in wissens- und technologie­basierten Branchen sei die Gründungs­intensität in Baden-Württemberg noch ausbaufähig. Mangelnde Profes­sio­nalität bei der Entwicklung von markt­orientierten Geschäfts­modellen aus Technik- und Dienst­leistungs­innovationen sowie ein schwieriger Zugang zu Kapital führten demnach zu hohen Ausfall­quoten in der Vor­gründungs­phase. Der Energie-Accelerator soll hier die Wende schaffen und mit einem starken Verbund – dem unter anderem auch die EnBW, das Forschungs­zentrum Informatik, die Industrie- und Handels­kammer Karlsruhe, die Stadt Karlsruhe und die Technologie-Region Karlsruhe GmbH angehören – die Beschleunigung von Start-ups im Energie­bereich antreiben. (Quelle: WM-BW)

Link: Start-up BW, Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg, Referat 43 – Existenzgründung und Unternehmensnachfolge, Stuttgart

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