För­der­mit­tel für’s „Batt­mobil“

Das Baden-Württembergische Wirtschafts­ministerium fördert ein Forschungs­vorhaben zur Unter­suchung der Unfall­sicher­heit von Batte­rien für die Elektro­mobi­lität am Fraun­hofer-EMI und -IWM in Freiburg, Breisgau, mit rund 600.000 Euro. Wirt­schafts­minis­terin Dr. Nicole Hoff­meister-Kraut sagt: „Die Crash­sicher­heit von Batte­rien ist wesent­lich für eine erhöhte Akzep­tanz der Elektro­mobi­lität.“

Eine Fahrzeug­batterie im Belas­tungs­test: Das Fraun­hofer-Institut testet Fahr­zeug­zellen unter mecha­nischen Belas­tungen, um die Crash­sicher­heit von Elektro­fahrzeugen zu opti­mieren. (Bild: Fh.-EMI)

Die Batterie, der zen­trale Ener­gie­spei­cher des E-Fahr­zeugs, kann bei einem Unfall be­schä­digt werden und im schlimms­ten Fall durch interne Kurz­schlüsse die Sicher­heit der Fahr­zeug­insassen aber auch Einsatz­kräfte gefähr­den. Ohne ein genaues Ver­ständnis der Belas­tungs­fähig­keit und des Ver­hal­tens von Bat­te­rien unter extre­men Beding­ungen, wie sie bei einem Crash auf­tre­ten, kann die Elek­tro­mobi­lität den erfor­der­lichen Sicher­heits­standards nicht genügen. Hoff­meister-Kraut betont: „Die Crash­sicherheit von Batte­rien zu ver­stehen und zu verbes­sern, ist daher wesent­lich.“

Das Ernst-Mach-Institut nutzt seine Expertise in der Untersuchung hoch­dynami­scher Vorgänge, um Batterien für Elektro­fahr­zeuge sicherer zu machen. Inner­halb des Projekts „Battmobil: Ent­wick­lung prog­nose­fähiger Modelle zur Crash­opti­mierung von Batterien für die Elektro­mobi­lität“ unter­sucht das EMI zusammen mit dem Fraunhofer-Institut für Werk­stoff­mechanik IWM Fahr­zeug­zellen unter mechani­schen Belas­tungen in Expe­riment und Simu­lation. Ziel des Projekts ist es, einen Methoden­bau­kasten zur Erstellung validierter Ersatz­modelle für die numerische Simulation von Batterie­zellen unter Crash­belastung zu entwickeln. Das Projekt ist Teil des Tech Center i-protect, in welchem das Leistungs­zentrum Nachhal­tigkeit Freiburg gemeinsam mit Daimler und Bosch an Sicherheitslösungen für künftige Fahrzeuge forscht.

Nicht nur im Expe­riment werden Fahr­zeug­zellen unter­sucht. (Bild: Fh.-EMI)

Der Methoden­baukasten setzt sich aus experi­mentellen sowie nume­ri­schen Methoden zusam­men. So wird zum einen der grund­legende Aufbau einer Batte­rie unter­sucht und die crash­relevanten Eigen­schaften der einzelnen Zell­materi­alien, wie auch die der Gesamt­zelle expe­rimen­tell getestet und die Ver­sagens­muster katego­risiert. Zum anderen werden numerische Simulations­modelle mit unter­schied­li­chem Detail­lierungs­grad ent­wick­elt und vali­diert. Das EMI be­arbei­tet hierbei nume­rische Methoden zur Ent­wick­lung von Detail­modellen, das IWM ent­wirft Makro­modelle der Zellen für Crash­simula­tionen. (Quelle: Fh.-EMI)

Link: Tech Center i-protect, Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik, Ernst-Mach-Institut EMI, Freiburg i.Br.

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