Sys­tem zur Er­for­schung neu­er Bat­te­rie­spei­cher ge­för­dert

Das Bundesministerium für Forschung und Bildung unterstützt den Aufbau einer Anlage zur Erfor­schung neuartiger Batterie­speicher an der Hoch­schule Aalen mit rund 850.000 Euro. Im Rahmen des kürzlich geneh­migten Projekts HiBat4.0 sollen neue Material­systeme und Produk­tions­techno­logien für Batte­rien mit signi­fikant höherer Energie­dichte und gestei­gerter Sicher­heit erforscht werden. Die Einsatz­möglich­keiten dieser Systeme sind vielfältig. Neben Anwen­dungen in der Elektro­mobi­lität können sie bei­spiels­weise die Energie­versorgung von Sensoren, Aktoren und Antrieben in Indus­trie-4.0-Produk­tions­systemen verbes­sern.

Erforscht neue Material­systeme und Produk­tions­technologien für Batterien: Volker Knob­lauch (r.) mit Chris­tian Weisen­berger beim „tiefen Griff“ in eine Gloveb­ox. (Bild: HS Aalen)

Die Hochschule Aalen freut sich über eine neue Anlage, die durch das BMBF im Rahmen des FHInvest-Programms gefördert wird. Damit wird die Geräte­infra­struktur im Forschungs­schwerpunkt Neue Materi­alien und Fertigungs­verfahren an der Hoch­schule signi­fikant verbes­sert. Zahl­reiche laufende Projekte wie bei­spiels­weise das FH-Impuls-Projekt „Smarte Materi­alien und intel­ligente Produktions­techno­logien für energie­effi­ziente Produkte“ (SmartPro) oder zukünftige Forschungs­akti­vitäten im Zentrum inno­vativer Materialien und Techno­logien für effi­ziente elek­trische Energie­wandler-Maschinen „Zimate“ profitieren von der Anlage.

2017 startete das mit fünf Millionen Euro geförderte SmartPro-Projekt an der Hoch­schule Aalen. In SmartPro koope­rieren mehr als vierzig Partner aus Forschung und Wirt­schaft an der Entwick­lung neuer Materi­alien und Techno­logien für energie­effi­ziente Produkte. Die Einwerbung von HiBat4.0 ist auch ein Erfolg von SmartPro. Unter Federführung von Volker Knoblauch vom Institut für Material­forschung sind mit Gerhard Schneider und Timo Sörgel zwei weitere Professoren aus dem SmartPro-Projekt beteiligt. Darüber hinaus wurde der Antrag durch mehrere Wirtschafts- und Forschungs­partner aus dem SmartPro-Netzwerk unter­stützt. Knoblauch ist begeistert: „Mit der Anlage können wir völlig neue Frage­stellungen im Bereich elek­trischer Energie­speicher angehen und in die Erfor­schung der Post-Lithium-Ionen-Techno­logien einsteigen. Ich erwarte mir hier wichtige Erkennt­nisse, die für die Umsetzung der Techno­logie in neue Produkte von großer Bedeutung sind und bedanke mich bei allen, die zum Erfolg unseres Antrags beige­tragen haben.“

Die neuartigen Material­systeme für Feststoff­batterien, die mit der Anlage erforscht werden sollen, reagieren extrem empfindlich und werden durch Kontakt mit Sauer­stoff oder Feuchtig­keit verändert oder sogar inakti­viert. Im Projekt HiBat4.0 wird nun eine Anlagen­technik aufgebaut, mit der solche Systeme unter kontrol­lierten Beding­ungen prozes­siert, auf Herz und Nieren geprüft und bis auf die atomare Ebene analy­siert werden können. Hierzu müssen die erforder­lichen Gerät­schaften für die unter­schied­lichen Prozes­sierungs- und Analyse­schritte in mit­einander verbun­denen Arbeits­kammern mit kontrol­lierter Atmo­sphäre inte­griert werden. „Das wir eine spannende Aufgabe“, freut sich das Team um Knoblauch, denn eine so konzi­pierte Anlage gibt es bislang noch nicht. Das bedeutet, Neuland zu betreten. (Quelle: HS Aalen)

Link: Zentrum innovativer Materialien und Technologien für effiziente elektrische Energiewandler-Maschinen (ZiMATE), Hochschule Aalen – Technik und Wirtschaft

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