BMW und Daim­ler bün­deln Mo­bi­li­täts­dienste

Die BMW Group und die Daimler AG bündeln ihre Kräfte, um ihren Kunden künftig Services für nach­haltige, urbane Mobilität aus einer Hand anzubieten. Dazu haben die beiden Unternehmen am 28. März eine Verein­barung zur Zusammen­legung ihrer Geschäfts­einheiten für Mobilitäts­dienste unter­zeichnet. Vorbe­halt­lich der Prüfung und Freigabe durch die zustän­digen Wett­bewerbs­behörden planen die beiden Unter­nehmen, ihre beste­henden Angebote für On-Demand Mobi­lität in den Bereichen Car­sharing, Ride-Hailing, Parking, Charging und Multi­moda­lität zusammen­zuführen und künftig strate­gisch weiter auszu­bauen. Beide Unter­nehmen sollen jeweils fünfzig Prozent der Anteile an dem Joint-Venture-Modell halten, das die Mobi­litäts­dienste beider Konzerne umfasst.

Das Ziel dieser Transaktion ist, einer der führenden Anbieter von inno­vativen Mobi­litäts­dienst­leis­tungen zu werden. Beide Auto­mobil­hersteller wollen die Zukunft der Mobi­lität gestalten, um ihren Kunden einzig­artige Erfah­rungen zu bieten und ihre Partner wie Städte und Kommunen auf dem Weg zur nach­haltigen urbanen Mobi­lität zu unter­stützen.

Schnell und einfach von A nach B: Die App Moovel kombi­niert verschie­denste Mobi­litäts­services in einer Ober­fläche. (Bild: Daimler)

Die Partner beabsichtigen, ihren Kunden zukünftig ein ganz­heit­liches Öko­system an Mobi­litäts­diensten anzu­bieten, das intel­ligent, nahtlos vernetzt und auf einen Finger­tipp zur Verfügung steht. BMW und Daimler wollen den Ausbau dieses neuen Geschäfts­modells gemeinsam voran­treiben sowie eine schnelle, weltweite Skalie­rung des Angebots ermöglichen. Damit adres­sieren die Partner die Heraus­forde­rungen urbaner Mobi­lität sowie die sich ändernden Kunden­wünsche und tragen gemeinsam mit Städten, Kommu­nen und weiteren Inte­res­sens­gruppen zur Verbes­se­rung der Lebens­qualität in den Metro­polen bei. Durch die Bündelung treiben sie bei­spiels­weise die Elek­tro­mobi­lität voran, indem sie elek­tri­fi­zierte Car­sharing-Fahr­zeuge und den einfachen Zugang zu Lade- und Park­mög­lich­keiten anbieten. Diese auf Nach­haltig­keit ange­legten Mobi­litäts­angebote werden damit noch einfacher erleb- und nutzbar.

„Die BMW Group gestaltet die Mobilität der Zukunft. Dabei schlagen wir völlig neue Wege ein. Unsere Strategy „Number one – next“ zeichnet BMWs Zukunfts­pfad in eine digitale und emis­sions­freie Zukunft“, sagte Harald Krüger, Vorsitzender des BMW-Vorstands. „Die geplante Bündelung unserer Mobi­litäts­dienste zu einem digitalen Ökosystem ist einzigartig. Mit dieser Allianz erleichtern wir unseren Kunden den Einstieg in die emis­sions­freie Mobilität der Zukunft. Im Wett­streit um die besten Premium-Fahr­zeuge bleiben wir Wett­bewerber. Mit der geplanten Zusammen­legung unserer Mobilitäts­dienste setzen wir ein Zeichen in Richtung neue Wett­bewerber und bündeln unsere Kräfte“, so Krüger weiter.

„Als Pioniere des Automobilbaus werden wir nicht anderen das Feld überlassen, wenn es um die urbane Mobi­lität der Zukunft geht. Es wird zukünftig mehr Menschen als heute geben, die im urbanen Raum auf ein eigenes Auto verzichten, aber trotzdem sehr mobil sein möchten. Um ein einzig­artiges, nach­hal­tiges Ökosystem für urbane Mobi­lität zu entwickeln, wollen wir unsere Expertise und Erfahrung bündeln“, sagte Dieter Zetsche, Vorsitzender des Daimler-Vorstands und Leiter Mercedes-Benz Cars. „Bei Daimler treiben wir den Umbau vom Auto­mobil­hersteller zu einem Mobi­litäts­dienst­leister mit unserer CASE-Strategie kraft­voll und konsequent voran. CASE steht dabei für Konnek­tivität, auto­mati­siertes Fahren, Sharing & Services und Elektro­mobilität“.

„Die Zukunft der Mobilität liegt in den Städten. Der Schlüssel zu lebens­werteren Metro­polen ist ein intel­ligenter und nahtloser Service bei der Nutzung und Kombination von nach­haltigen Verkehrs­mitteln und Mobilitäts­diensten“, sagte Peter Schwarzenbauer, Mitglied des BMW-Vorstands. „Die Mitarbeiter unserer Services haben durch ihre Pionier­arbeit und ihr Engagement dafür den Grund­stein gelegt und dafür danke ich ihnen sehr“, so Schwarzen­bauer weiter.

„Die nachhaltige Mobilität von morgen ist flexibel und vernetzt. Diese Vision teilen wir als Partner mit der BMW Group“, sagte Bodo Uebber, Daimler-Vorstand für Finance & Controlling und Financial Services: „Gemeinsam können wir Millionen von Kunden hoch­attraktive Angebote machen, die ihr Leben einfacher und ihre Umgebung noch lebenswerter machen. Das Angebot des geplanten Joint-Ventures-Modells wird auch die Mobilitäts­dienste der Metropolen ergänzen.“

Das paritätische Joint-Venture-Modell soll folgende fünf Angebote vereinen: Multi­modal- und On-Demand-Mobility mit Moovel und ReachNow, Carsharing mit Car2Go und DriveNow, Ride-Hailing mit Mytaxi, Chauffeur Privé, Clever Taxi und Beat, Parking mit ParkNow und Parkmobile sowie Aufladen mit ChargeNow und Digital Charging Solutions.

Das gemeinsame Vorhaben stehe unter dem Vorbehalt der Prüfung und der Freigabe durch die zuständigen Wett­bewerbs­behörden. Das beste Kunden­erlebnis steht schon heute im Fokus der Dienste beider Partner. Daher ändert sich für die Millionen von Kunden zunächst nichts: Die beste­henden Angebote stehen im bewährten Umfang und der entspre­chenden Qualität zur Verfügung. (Quellen: BMW, Daimler)

Links: Shared Services, Daimler AG, StuttgartNOW Mobilitäts­dienst­leistungen, BMW AG, München

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