Emis­sions­lose Was­ser-Taxis

Die Bubble bei Testfahrten in Genf (Bild: SeaBubbles)

Immer mehr Forschungsergebnisse und Medien­berichte zeigen die mensch­gemachten Klima­probleme auf und unter­streichen die Notwendigkeit, unsere Lebens­weise zu ändern um den Planeten zu schützen. Schätzungen zufolge leben 2050 mehr als zehn Milli­arden Menschen auf der Erde, drei Viertel von Ihnen in städti­schen Gebieten. In der heutigen Gesell­schaft nimmt das Auto­mobil einen wichtigen Platz ein, hängt aber noch haupt­sächlich von fossilen Brenn­stoffen ab, die Umwelt­folgen wie Luft­ver­schmutzung, Treibhaus­effekte und globale Erwärmung haben.

Auch wenn der Trend heute in Richtung Zukunfts­lösungen geht, konzen­trieren sich die meisten von ihnen nach wie vor auf Produkte, die einen Ersatz für Öl bieten, aber keine Pläne für neue Wege, diese zu ersetzen.

Die Agglomerationen sind nicht nur vom Auto abhängig, sondern auch extrem überlastet. In einigen Städten der Welt verur­sachen Staus Verlang­samungen, die die Reise­zeit der Menschen verdrei­fachen und gleichzeitig Milli­arden von Fein­staub in die Atmo­sphäre frei­setzen.

Kenneth Nakken, Vice President Digital Service ABB Marine & Ports, Anders Bringdal, Gründer und CEO von Sea­Bubbles, Thierry Lassus, Managing Director ABB Sécheron, Alain Thébault, Mitbe­gründer und Vice President von Sea-­Bubbles (v. l. n. r.; Quelle: ABB)

Ein neues Wasser-Taxi der fran­zö­si­schen Firma Sea­Bubbles will hier für Ent­las­tung sor­gen, zu­min­dest in all je­nen zahl­rei­chen Me­tro­­po­len wie Paris, Hong­kong, Lon­don, Chi­cago, New York, Ham­burg oder na­tür­lich Vene­dig, die alle über ein Netz­werk von Was­ser­­stra­ßen ver­fügen.

Dank der Erfahrungen der Firmen­gründer, dem Surfer Anders Bringdal und dem Segler Alain Thébault, nimmt SeaBubbles Anleihen aus dem Spitzen­sport und der Material­forschung auf: Alain konnte ein mehrere Tonnen schweres Boot auf Trag­flächen mit mehr fünfzig Knoten oder fast neunzig Stunden­kilometer über das Wasser fliegen zu lassen. Dieses Prinzip kommt nun auch bei den „Bubbles“ zum Einsatz. Zwei Elektromotoren treiben sie an und heben sie mit Hilfe des hydrodynamischen Auftriebs der „Foils“ bis zu siebzig Zentimeter aus dem Wasser, was den Strömungswiderstand bei der Fahrt um vierzig Prozent reduziert. Beim An- und Ablegen an den angelegten Pontons, den „Docks“, liegt der kentersichere Rumpffreilich komplett auf dem Wasser.

Das futuristisch anmutende, emissionsfreie Shuttle wurde im April auf dem Genfersee in der Schweiz demons­triert, es wird in Kürze mit dem Ability Marine Advisory System Octopus von ABB ausgerüstet. Diese Software­lösung unterstützt Schiffs­betreiber dabei, alle für die Optimierung von Schiffs­reisen relevanten Daten zu erfassen und zu analysieren.

Die Entwicklung des Demonstrations­boots, bei der auch Techno­logie aus dem Hause ABB zum Einsatz kam, wurde von den Behörden des Kantons Genf und dem Departe­ment für Energie, Trans­port und Land­wirt­schaft (DETA), vertreten durch die Regie­rungs­räte Luc Barthassat und Pierre Maudet, unter­stützt. Die Test­läufe werden in den nächsten Monaten fortge­setzt. (Quellen: SeaBubbles / ABB)

Link: SeaBubbles SAS, Paris

Weitere Beiträge: Stromern auf Strömen, EnergyViews.de, 25.  Juli 2017

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