Lösungen für ein Internet der Energie

Siemens hat Lösungen für Integration von Elektrofahrzeugen in eine dezentrale Energienetz-Infrastruktur aus erneuerbaren Quellen entwickelt: IoE – Internet of Energy für Elektromobilität. (Bild: Siemens)

Siemens hat Lösungen für Integration von Elektrofahrzeugen in eine dezentrale Energienetz-Infrastruktur aus erneuerbaren Quellen entwickelt: IoE – Internet of Energy für Elektromobilität. (Bild: Siemens)

Siemens hat Lösungen für Integration von Elektrofahrzeugen in eine dezentrale Energienetz-Infrastruktur aus erneuer­baren Quellen entwickelt. Dies wird nötig sein, wenn in Zukunft eine große Anzahl von Elektrofahrzeugen versorgt werden muss, gleichzeitig aber die stabile Versorgung mit elektrischer Energie in einem Netz mit volatilen Energiequellen sichergestellt werden soll. Siemens entwickelte im EU-Forschungs­projekt Internet of Energy for Electric Mobility (IoE) unter anderem Techno­logien für die Einbindung von Elektro­fahr­zeugen in das Energie­management­system großer Gebäude. Die Ergebnisse der Forschungs­arbeiten wurden auf der European Conference on Nano­electronics and Embedded Systems for Electric Mobility ecoCity eMotion vorge­stellt, die ein IoE-Projekt­kon­sortium unter maßgeblicher Beteiligung von Siemens in Zusammen­arbeit mit der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen veranstaltet hat.

Heute agieren Elektroautos – wie auch andere Verbraucher und Klein­produzenten – völlig unkoordiniert und speisen zu beliebigen Zeiten Strom in das Netz ein oder rufen elektrische Energie aus dem Netz ab. Steigt ihre Zahl weiter, muss der Energie­bedarf der Lade­infra­struktur koordiniert werden, um das Netz stabil zu halten. Experten sehen die Lösung in einem Internet der Energie, in dem die Produ­zenten und Verbraucher die Erzeugung und den Verbrauch elektrischer Energie unter­einander abstimmen. Ein solches Internet der Energie wird über intel­ligente Prognose-Systeme verfügen, die für die Voraus­berechnung des künftigen Energie­bedarfs unter anderem auch Informa­tionen zum erwarteten Verkehr oder der Wetter­vorher­sage einsetzen.

Um dies zu ermöglichen, sammelt ein Energy Service Provider die Last- und Einspeise-Prognosen der verschiedenen Teilnehmer (Gebäude) einschließlich der Elektro­fahrzeuge, um den akkumulierten Energie­bedarf zu bestimmen und über eine geeignete dynamische Strom­preis­gestaltung Erzeugung und Verbrauch miteinander in Einklang zu bringen. Die Elektro­fahrzeuge können dabei als mobile Energie­speicher dienen, die zur Stabili­sierung des Netzes beitragen. Informa­tionen zum Zustand des Netzes liefern unter anderem Strom­­sensoren mit integrierter Power-Line-Kommuni­kation, die an einer Vielzahl von Stellen in den öffentlichen und privaten Energie­verteil­netzen instal­liert werden. Siemens entwickelte mit Partnern auch hoch­effi­ziente Leistungs­elektronik – beispiels­weise für Schnell­ladestationen.

Auch im Privathaus sorgt das intelligente Stromnetz der Zukunft (Smart Grid) künftig für die Integration eines höheren Anteils Erneuerbarer Energien. Elektroautos könnten über Nacht mit Windkraftüberschüssen geladen werden. (Bild: Siemens)

Auch im Privathaus sorgt das intelligente Stromnetz der Zukunft (Smart Grid) künftig für die Integration eines höheren Anteils erneuerbarer Energien. Elektroautos könnten über Nacht mit Wind­kraft­über­schüssen geladen werden. (Bild: Siemens)

Im Rahmen der Konferenz demonstriert Siemens auf seinem Forschungs­gelände die aktuellen Entwick­lungen zum Internet der Energie. Gezeigt wird die Inte­gration verschie­dener intelli­genter Wechsel- und Gleich­strom­lade­stationen in das Energie­managment­system eines großen Zweck­baus. Das System steuert die elektrischen Last­flüsse im Gebäude und optimiert über den Strom­tarif die Energie­kosten. Simula­tionen zeigen, wie der Energie­manager auch die aktuelle Verkehrs­situation, also Informa­tionen über die Elektro­fahrzeuge, in seine Prognosen mit einbeziehen kann. (Quelle: Siemens)

Link: European Conference on Nanoelectronics and Embedded Systems for Electric Mobility • Internet der Zukunft für intelligente Stromnetze, Siemens

 

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