Erfolgreicher Techno­logie­trans­fer aus­ge­zeich­net

Gisela Vogt, Leiterin Projektentwicklung und Marketing der SolarSpring GmbH aus Freiburg, nahm den Hauptpreis entgegen. Über den Sonderpreis des SMWK freuten sich Martin Seifert, Tom Lorenz und Dr. Peter Fröhlich aus Freiberg. Und Dr. Jens Struckmeier und Prof. Dr. Christof Fetzer erhielten den Wachstums-Preis der IAV GmbH. (Bild: TU Chemnitz, St. Conrad)

Gisela Vogt, Leiterin Projektentwicklung und Marketing der SolarSpring GmbH aus Freiburg, nahm den Hauptpreis entgegen. Über den Sonderpreis des SMWK freuten sich Martin Seifert, Tom Lorenz und Dr. Peter Fröhlich aus Freiberg. Und Dr. Jens Struckmeier und Prof. Dr. Christof Fetzer erhielten den Wachstums-Preis der IAV GmbH. (Bild: TU Chemnitz, St. Conrad)

Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE und die SolarSpring GmbH, beide aus Freiburg im Breisgau, sind die diesjährigen Sieger im Wettbewerb wissen.schafft.arbeit, den die TU Chemnitz zum sechsten Mal ausgelobt hat. Der mit 20.000 Euro dotierte Technologie-Transfer­preis wurde in diesem Jahr gestiftet von der Sachsen-Bank und der Niles-Simmons-Hegen­scheidt-Gruppe.

Den Preis, der unter der Schirmherrschaft des Bundesministers für Wirtschaft und Energie steht, erhalten die Sieger für das Transfer­projekt der solar­betriebenen Wasser­aufbereitung. Den Glaspokal nahm am 24. November 2014 Gisela Vogt, Leiterin Projekt­entwicklung und Marketing der SolarSpring GmbH, bei einer Festveran­staltung im Konferenz­center der Eins Energie in Sachsen GmbH & Co. KG in Chemnitz entgegen, an der mehr als hundert Gäste teilnahmen. „Besonders überzeugte die Jury die Innovation der Technologie und die sehr enge Verbindung von Wissenschaft und Wirtschaft, durch die neue Arbeits­plätze geschaffen wurden“, berichtet Peter Kröger, Bereichs­leiter Unternehmens­kunden der Sachsen-Bank. Im Rahmen vielfältiger Kooperations­projekte wurde das Produkt Solarbe­triebene Meerwasser­entsalzungs­anlage für dezentrale Anwendungen im Rahmen einer Ausgründung aus dem Fraunhofer-ISE in die Firma SolarSpring GmbH zur Markt­reife gebracht. Dadurch wurden bis heute zwölf Arbeits­plätze geschaffen, in den nächsten drei bis fünf Jahren wird ein Anstieg auf etwa 25 Mitarbeiter erwartet.

Der von der TU Chemnitz initiierte Wettbewerb richtet sich an Wissenschaftler von Hochschulen und Forschungs­einrich­tungen sowie kleine und mittel­ständische Unternehmen, die in der Zusammen­arbeit einen effektiven Wissens- und Technologie­transfer durchgeführt haben. Vor allem innovative und nachhaltige Kooperations­formen mit Modell­wirkung sind preiswürdig. Bewertungs­kriterien für eine aus sieben Mitgliedern bestehende Jury sind die Umsetzung der Transfer­idee, die Gestaltung des Transfer­prozesses, der wirtschaft­liche Erfolg und die Schaffung von Arbeits­plätzen. Nicht das innovative Produkt als solches steht im Vordergrund, sondern die Gestaltung von Transfer und Kooperation. „Insgesamt gingen 2014 aus ganz Deutschland 31 Bewerbungen ein, 14 davon allein aus Sachsen“, berichtet Prof. Dr. Andreas Schubert, Prorektor für Wissens- und Technologie­transfer der TU Chemnitz, und fügt hinzu: „Auf Grund der hohen Qualität aller Bewerbungen war es für die Jury sehr schwer, einen Preis­träger auszuwählen. Deshalb freuen wir uns, dass wir erneut zwei weitere Preise vergeben konnten.“

Den mit 5000 Euro dotierten Sonderpreis des Sächsischen Staats­ministeriums für Wissenschaft und Kunst (SMWK) erhielt das Projekt „SepSelsa – Verfahren zum voll­ständigen Seltenerd-Recycling aus Leuchtstoff­rückständen“, eine erfolgreiche Zusammen­arbeit zwischen der TU Bergakademie Freiberg und der FNE Entsorgungsdienste GmbH aus Freiberg. Mit diesem Sonderpreis, den das Wissenschafts­ministerium zum vierten Mal verleiht, wird ein Projekt ausgezeichnet, das Technologie mit besonderem Entwicklungs­potenzial durch einen erfolgreichen Transfer­prozess in Sachsen zur Anwendung bringt. In dem ausgezeich­neten Projekt hat die TU Freiberg ausgehend von eigenen Entwicklungs­ergebnissen eine Potenzial­analyse durch­geführt und Verwertungs­optionen geprüft. Ergebnisse des Transfer­projekts waren die gemeinsame Verfahrens­entwicklung sowie der Bau einer Pilotanlage bei der FNE Entsorgungs­dienste GmbH. Entwicklungs­arbeiten am Institut für Technische Chemie der Universität zum Seltenerd-Recycling führten zu einem umwelt­freund­lichen und zugleich wirtschaft­lichen Verfahren zur Aufbereitung von Leucht­stoff­abfällen.

Ebenfalls vergeben wurde der für ein besonderes Wachstums­potenzial ausgelobte Preis der IAV GmbH. Der mit 2500 Euro dotierte Preis ging an die Cloud & Heat Technologies GmbH Dresden zusammen mit der Professur Systems Engineering der TU Dresden. Deren Innovation, die sich schnell vom Prototyp zur Serien­reife entwickelte, ist hierbei die Nutzung der Abwärme von Servern von verteilten dezentralen Rechen­zentren für die Gebäude­heizung und zur Warm­wasser­aufbe­reitung in Passiv­häusern. (Quelle: TU Chemnitz)

Link: Technologie-Transferwettbewerb wissen.schafft.arbeit, Technische Universität Chemnitz

 

Speak Your Mind

*