Light and Charge

Innovatives Pilotprojekt: Light and Charge Straßenbeleuchtung (Bild: BMW)

Innovatives Pilotprojekt: Light-and-Charge-Straßenbeleuchtung (Bild: BMW)

Im Rahmen der Eurocities-Konferenz in München, bei der im November mehr als 500 Vertreter europäischer Großstädte über zukunfts­weisende Infrastruktur-Projekte diskutieren, präsentierte BMW den Prototypen einer besonders energie­effizienten Straßen­beleuchtung, die zugleich Ladestation für Elektrofahrzeuge ist. Das Pilotprojekt trägt den Namen Light and Charge. Die ersten beiden Prototypen vor der BMW-Welt in München sind jetzt in Betrieb. Light and Charge kombiniert modernste LED-Technologie mit einer bargeldlos nutzbaren Anschluss­möglichkeit zum Aufladen der Hochvolt­batterien von Elektro­fahrzeugen, die in das ChargeNow-Netzwerk von BMW-i integriert ist. Die Firmengruppe nutzt damit ihr technologisches Knowhow für ein ganzheit­liches, weit über die Entwicklung von Fahrzeugen hinaus reichendes Engagement für die Elektromobilität.

„Light and Charge ist eine einfache und  innovative Lösung, um ein zuverläs­siges Netz an Ladestationen ganz selbst­verständlich in die Stadt zu integrieren“, erklärte Peter Schwarzen­bauer, Mitglied des Vorstands der BMW AG, anlässlich der Inbetrieb­nahme der ersten beiden Lade-Laternen. „Mit der ChargeNow-Karte schaffen wir heute schon den Zugang zum weltweit größten Netzwerk an Lade­stationen. Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit unseren Partnern durch das Projekt Light and Charge den Ausbau der Lade­infra­struktur weiter vorantreiben können. Denn nur mit einer flächen­deckenden Lade­infra­struktur sehen wir künftig auch mehr Elektro­fahrzeuge in den Städten.“

Die Light-and-Charge-Straßenbeleuchtung ist durch die LED-Module deutlich energie­effizienter und hat eine höhere Leucht­wirkung. Die Einheiten sind universell einsetzbar und lassen sich abhängig vom Standort modular anpassen. Mit bis zu vier LED-Modulen erhellen sie die Fahrbahnen von Haupt­straßen bei Nacht, ein bis zwei Module sorgen für angenehmes Licht im Bereich von Neben­straßen und Wohn­siedlungen. Da die LED-Technik – ähnlich wie bei den Scheinwerfern für Fahrzeuge – eine besonders gezielte Ausrichtung der Lichtstrahlen ermöglicht, kann dies zudem eine unnötige und ökologisch unvor­teilhafte Licht­streuung vermeiden.

Die Entwicklung des Light-and-Charge-Systems sieht BMW als Signal für den Aufbau eines flächen­deckenden Netzes an Lade­säulen für Elektro­mobilität. In Koope­ration mit der Stadt München entsteht ein Konzept, dass die vorhandene Infra­struktur im Bereich der kommunalen Strom­versorgung nutzt, um die Zahl der öffent­lichen Ladesäulen deutlich zu erhöhen. Das Pilot­projekt soll im Frühjahr 2015 in München beginnen. Durch den Austausch herkömmlicher Straßen­laternen gegen Light and Charge Einheiten könnte überall dort, wo entspre­chender Parkraum zur Verfügung steht, auch eine Lade­möglichkeit für Elektro­fahrzeuge geschaffen werden.

Ganz neu ist die Idee indes nicht, so hat etwa das Startup Ebee Smart Technologies hat bereits Anfang September die ersten zwei Laternen-Ladepunkte in Berlin-Friedenau in der Schmargendorfer- und der Fröauf­straße ans Netz genommen. Die Ladepunkte sind an der intercharge Roaming­plattform von Hubject angeschlossen und so für alle Kunden von Hubject-Partnern sowohl per RFID-Karte als auch per App nutzbar. Die Lade­punkte werden mit regene­rativer Energie vom Strom­anbieter Naturstrom beliefert. Im November wurde dieses Vorhaben innerhalb des Jahres­themas „Ideen finden Stadt“ als Ausge­zeich­neter Ort im Land der Ideen ausge­zeichnet. (Quelle: BMW / ebee / Land der Ideen)

Links: ChargeNow DeutschlandEbee Lade-Infrastruktur-Konzept

 

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