Aug’ in Aug’ mit der Elek­tro­mobi­lität

Stellen die Studie der DHBW Stuttgart vor, die Professoren Harald Mandel, Marc Kuhn, Rektor Joachim Weber und Dekan Bernd Müllerschön (Bild: energyviews.de)

Stellen die Studie der DHBW Stuttgart vor: die Professoren Harald Mandel, Marc Kuhn, Rektor Joachim Weber und Dekan Bernd Müllerschön (Bild: energyviews.de)

Die Weiterentwicklung der Elektromobilität birgt große wirt­schaft­liche, umwelt­poli­tische und gesell­schaft­liche Chancen und scheint ein zukunfts­weisendes Thema für die deutsche Industrie zu sein. Experten vermuten: Die zukünftige Wett­bewerbs­fähig­keit der deutschen Auto­mobil­industrie hängt ganz wesentlich von ihren Erfolgen auf den Elektro­mobilitäts­märkten der Welt ab. „Wie beurteilt aber der Verbraucher die Nutzung von Elektro­fahr­zeugen? Verbinden Autofahrer mit E-Fahrzeuge Fahrspaß oder Ökodiktat? Lifestyle oder Spießertum? Und vor allem sind sich die Fahrzeug­nutzer dieser Welt in Ihrer Einschätzung einig? Deutsche Fahrzeug­hersteller agieren auf globalen Märkten, da bringt der aufge­klärte und nachhaltig­keits­orientierte Deutsche nicht alleine die gewünschte Nachfrage“, erklärt einer der Studien-Initiatoren, Marc Kuhn.

Gutes/r Karma – der Proband ist von den Fahreigenschaften des 400-PS-Sportwagens sehr angetan. Die Eye-Tracking-Brille erfasst auf der vorgegebenen Strecke die Augenbewegungen. (Bild: energyviews.de)

Gutes/r Karma – der Proband ist von den Fahr­eigen­schaften des 400-PS-Sport­wagens sehr angetan. Die zuvor auf ihn kalibrierte Eye-Tracking-Brille erfasst auf der vorge­gebenen Strecke seine Augen­bewegungen. (Bild: energyviews.de)

Studierende der Dualen Hochschule Stuttgart unter­suchen diese Frage in einer weltweit bislang einzig­artigen Studie zusammen mit dem Zentrum für empirische Forschung, ZEF. Im Rahmen einer „User Experience“-Unter­suchung werden deutsche, ameri­kanische und chine­sische Fahrer eingeladen unter­schied­liche Elektro­fahrzeuge aktiv zu testen. Im Rahmen von Eye-Tracking-Analysen und Befragungen wird deren Nutzer­verhalten und Wahr­nehmung bei den Fahrzeug­tests untersucht. Die Studie­renden wollen dabei heraus­finden, ob Personen aus unter­schied­lichen Kulturen die Nutzung der Elektro­mobi­lität unter­schied­lich beurteilen und daraus wertvolle Erkenntnisse für die großen Auto­mobil­her­steller ableiten. Dafür haben Auto­häuser rund um Stuttgart Fahrzeuge unter­schied­licher Klassen zur Verfügung gestellt: Im Mittel­punkt stehen zwei E-Smarts, der i3 von BMW, sowie ein Karma der schweizer Edel­schmiede Fisker.

Um die User Experience zu erfassen, fahren je zwanzig bis dreißig Probanden aus Deutsch­land, Amerika und China eines oder mehrere der Fahr­zeuge auf einer vorgege­benen Strecke in der Stutt­garter Innen­stadt. Eine daran anschließende Befragung sowie das Eye-Tracking mit Tobii Glasses machen den Vorgang messbar.

Vor und nach dem Fahrerlebnis wenden die Studenten die Methode der Asso­ciative Group Analysis an. Die Probanden geben dabei ihre Assozia­tionen zu vorgegebenen Leistungs­dimensionen in Bezug auf E-Fahrzeuge wieder, etwa Komfort, Sicherheit, Nachhaltigkeit und Fahrspaß. Somit können die Forscher auch ermitteln, ob das Fahrerlebnis Relevanz für eine Kaufentscheidung hat.

Die Studenten des Integrationsseminars 2014/15 E-Mobility und ihre Testfahrzeuge (Bild: energyviews.de)

Die Studenten des Integrations­seminars 2014/15 E-Mobility und ihre Test­fahrzeuge (Bild: energyviews.de)

Die Studie findet im Zeitraum Dezember 2014 bis März 2015 statt, die Ergebnisse präsentiert die DHBW der Industrie zum Semesterende im Juni.  Interessierte Auto­fahre­rinnen und Auto­fahrer aus den drei Kultur­kreisen sind eingeladen, sich für Fahrtests – möglich bis 10. Januar 2015 – am ZEF zu bewerben bei Nathalie de Jong, M.Sc.  (Oliver Dreissigacker / DHBW)

Link: Zentrum für empirische Forschung ZEF (M. Kuhn), Centre of Applied Sciences (CASE), Duale Hochschule Baden-Württemberg, Stuttgart

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