Auf der Suche nach dem künst­lichen Pflanzen­blatt

Kick-off für das neue Forschungsprojekt mit Wissenschaftlern aus drei Fachbereichen (v. l.): Thorsten Glaser (Anorganische Chemie), Olaf Kruse (Algenbiotechnologie) und Andreas Hütten (Experimentalphysik; Bild: U. Bielefeld)

Kick-off für das neue Forschungs­projekt mit Wissen­schaftlern aus drei Fach­bereichen (v. l.): Thorsten Glaser (Anorganische Chemie), Olaf Kruse (Algenbio­technologie) und Andreas Hütten (Experi­mental­physik; Bild: U. Biele­feld)

Wissenschaftler der Universität Bielefeld wollen ein künstliches Blatt entwickeln. Experten aus den Bereichen Biologie, Chemie und Physik können in den kommenden vier Jahren am Centrum für Bio­techno­logie inter­diszi­plinär erforschen, wie sich Sonnen­licht in nach­haltige Energie um­wandeln lässt. Das Bundes­minis­terium für Bildung und Forschung finan­ziert das Verbund­forschungs­projekt mit 900.000 Euro bis 2019.

Pflanzen können in der Natur mit Hilfe der Photo­synthese Licht in nutzbare Energie umwandeln. Welt­weit versuchen Wissen­schaftler, diesen Prozess nachzu­ahmen und neue künst­liche Systeme zu entwickeln. Der Biologe Olaf Kruse, der Chemiker Thorsten Glaser und der Physiker Andreas Hütten erfor­schen neue Methoden, um Sonnen­energie in nutz­bare Energie in Form von Strom und Wasser­stoff umzuwandeln.

Dazu werden die Expertisen der drei Wissenschaftler kombiniert: Proteine aus Algen und Halbleiter-Nano­materi­alien fangen die Energie des Sonnen­lichts ein. Diese wird dann von neuen künstlich herge­stellten Kataly­satoren verwendet, um energie­gewinnend Wasser­stoff zu erzeugen.

Gemeinsames Ziel ist es, die technische Voraussetzung zur Entwicklung eines künstlichen Pflanzenblatts zu schaffen. Das Verbund­forschungs­projekt gehört zu einer nationalen BMBF-Cluster-Forschungs­initiative, die das Max-Planck-Institut für chemische Energie­konversion in Mülheim/Ruhr koordi­niert.

Link: Magnetic nanoparticles, biosensors and special alloys (A. Hütten), Dünne Schichten & Physik der Nanostrukturen, Fakultät für Physik, Universität BielefeldCentrum für Biotechnologie (CeBiTec) Universität Bielefeld

 

Speak Your Mind

*