Neues Licht­bogen­labor am INP Greifs­wald

Vakuumlichtbogen während eines Schaltvorgangs (Bild: INP)

Vakuumlichtbogen während eines Schaltvorgangs (Bild: INP)

Nach einer Testphase beginnt am neu installierten Lichtbogenlabor des INP Greifswald die anwendungs­orientierte Grundlagen­forschung, mit der sich die Wissen­schaftle­rinnen und Wissen­schaftler den aktuellen Anforderungen der Energie­wende stellen.

Verlangt werden effiziente, technische Lösungen, um in der Zukunft die Versorgungs­sicherheit mit Strom zu gewähr­leisten. Dabei ist insbesondere eine Verbes­serung der Zuverläs­sigkeit und der Lebens­dauer von Schaltgeräten eine Herausforderung für die Forschung und für die Industrie. Denn die Dezentra­lisierung des Netzes führt zum häufigeren Ein- und Ausschalten einzelner Netzkompo­nenten, wodurch die Schalter stärker belastet werden. Eine Erhöhung der Zuverläs­sigkeit und Lebens­dauer dieser Geräte ist entscheidend für die Sicherheit der Strom­versorgung. Wichtiges Kriterium ist dabei die Kombination verschiedener Strom­quellen wie Photovoltaik, Windenergie und konventionelle Quellen.

Ein weiteres Ziel der Forschung ist eine höhere Ressourcen­effizienz durch die Verwendung „umwelt­freund­licherer“ Geräte. Hierfür wird in Greifswald an neuartigen Schalter­medien geforscht. Dazu zählen unter anderem die Einführung neuer umwelt­freund­licher Materi­alien für Arbeitsgase, Elektroden, Düsen- und Kammer­materialien für elektrische Schalt­anlagen sowie die Verbesserung der Zuverläs­sigkeit und Steigerung er Lebens­dauer von Leistungs­schaltern.

Anfang Juni wurde die Leistungsfähigkeit des europaweit einzigartigen Forschungs­labors für Unter­suchungen an Hoch­strom­lichtbögen im Rahmen einer feierlichen Eröffnung der Öffent­lichkeit vorgestellt. (Quelle: INP / vip-journal.de)

Link: Leib­niz-In­sti­tut für Plas­ma­for­schung und Tech­no­lo­gie e.V. INP, Greifswald

Weitere Beiträge: Teilentladungen gefährden Generatoren und Transformatoren, pro-physik.de, 8. September 2014Schnelle Schalter sichern die Stromversorgung, pro-physik.de, 05. April 2004)

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