„Keine Bat­te­rie­fer­ti­gung ohne For­schung“

CAD-Zeichnung der Batterie für den „Mute“, das Konzept-Elektrofahrzeug der TU München (Bild: P. Burda et al.)

CAD-Zeichnung der Batterie für den „Mute“, das Konzept-Elektrofahrzeug der TU München (Bild: P. Burda et al.)

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert die Batterieforschung: Jetzt startet das Verbund­projekt GIGA-LIB, das Forschung zum Aufbau einer Batterie­zell­produktion in Deutschland fördert. Unter der Feder­führung der Varta Microbattery GmbH wird ein Konsortium aus den Unternehmen Manz AG, M+W Group, ThyssenKrupp System Engineering GmbH und dem Zentrum für Sonnen­energie- und Wasserstoff­forschung Baden-Württemberg in den kommenden zwei Jahren Fertigungs­methoden für eine modular aufgebaute Lithium-Ionen-Zellen-Produktion zur Integration in Elektro­fahrzeuge erforschen. Das BMBF unterstützt das Vorhaben mit rund fünf Millionen Euro, zusätzlich zu dem bereits gestarteten Forschungs­programm „Batterie 2020“, das Material- und Prozess­technik für Lithium-Ionen-Systeme mit rund sechzig Millionen Euro fördert.

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka sagte: „Batterien sind der Schlüssel für unsere Zukunft. Energie­speicher spielen eine zentrale Rolle bei der Elektro­mobilität, aber auch bei der Energiewende und in der Telekom­munikation. Wir brauchen daher zu der exzellenten Batterie­forschung auch den Anwen­dungs­bezug. Forschung kann die Voraus­setzungen für eine Batterie­zell­produktion in Deutschland schaffen, die dann von der Wirtschaft geleistet werden muss.“

Batteriezellen sind das Herzstück der Batterie und damit die entscheidenden Komponenten, die Speicher- und Leistungs­fähigkeit, aber auch die Sicherheit bestimmen. Der Aufbau einer Batterie­zell­produktion kann wesentlich zur Wert­schöpfung beitragen. Dabei profitieren neben Material­herstellern auf der einen und den Automobil­herstellern auf der anderen Seite auch die Elektro­technik und Elektronik, die Zul­iefer­industrie sowie die Maschinen- und Anlagen­industrie. Allein in der Fahrzeug­produktion entfallen etwa dreißig bis vierzig Prozent der Wertschöpfung auf die Batterie, davon allein etwa sechzig bis achtzig Prozent auf die Batterie­zelle, entsprechend groß ist das Markt­potenzial für diese Schlüssel­technologie.

Das BMBF fördert die Batterieforschung in Deutschland bereits mit dem Aufbau der Forschungs­produk­tions­anlage für Lithium-Ionen-Batterie­zellen am ZSW in Ulm. Das Verbund­projekt GIGA-LIB baut darauf auf und ermöglicht den Transfer in die industrielle Anwendung. (Quelle: BMBF)

Links: Batterien und Superkondensatoren am Standort Ulm des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoffforschung Baden-WürttembergThemenseite „Elektromobilität: Das Auto neu denken“, Bundesministerium für Bildung und Forschung

 

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