Cham­pagne-Ar­den­ne be­kommt Frank­reichs größ­ten Bat­te­rie­spei­cher

Das Intensium Max 2 MW / 1.3 MWh Batteriesystem von Saft und die Energy Storage Box von Schneider Electric speisen Strom aus Erneuerbaren ins Netz ein (Bild: Saft)

Das Intensium Max 2 MW / 1.3 MWh Batteriesystem von Saft und die Energy Storage Box von Schneider Electric speisen Strom aus Erneuerbaren ins Netz ein. (Bild: Saft)

Alle sind sich darüber einig, dass erneuerbare Energien ausgebaut werden müssen. Da erneuerbare Energien inter­mittierend sind, sind sie oft unvorher­sehbar und stellen eine große Heraus­forderung für das Strom­netz dar. Strom­speicher ermög­lichen eine größere Flexi­bilität und Entlastung der Netz­werke.

Die Speicherung ermöglicht beispielsweise Schwankungen in der Strom­produk­tion auszu­gleichen bzw. die Frequenz oder die Spannung von Strom anzupassen und zu steuern – ein sehr wichtiges Thema bei der Qualität der Strom­versorgung für die Kunden. Genau dies wird in dem Projekt Venteea getestet, um es auf indus­trieller Ebene umsetzen zu können. Venteea experi­mentiert mit neuen Modellen und Tools zur Regulierung von Mittel­spannungs­netzen. Die Projekt­ziele sind sowohl technischer als auch wirtschaft­licher Natur: Verbesserung der Netz­effizienz und der Integration erneuer­barer Energien, insbesondere der Windkraftanlagen, bei gleich­zeitiger Optimierung der Anschluss­kosten.

Zu diesem Zweck arbeitet Venteea mit Smart Grids. Die von Venteea entwickelte Energie­speiche­rung funktio­niert auf zwei Ebenen. Zum einen ermöglicht sie einen optimalen Energie­austausch mit dem Netz und sorgt für die Berücksichtigung der technischen Gegeben­heiten und Kapazitäten (Spannungs­pegel, Frequenz, etc.). Zum anderen sorgt sie anhand von Prog­nosen über die voraus­sicht­liche Energie­produktion und den Verbrauch des Folge­tags dafür, dass nur die Dienst­leis­tungen angeboten werden, die am besten auf die Bedürf­nisse des Netzes und seiner Nutzer abge­stimmt sind.

Dank dieser Multi-Service-Leistung kann ein neues Geschäfts­modell entwickelt werden, bei dem die Kosten für die Energie­speiche­rung und der Einsatz dieser neuen Techno­logie auf die verschie­denen Akteure aufge­teilt werden können. Dies ist die Grund­lage für ein intel­ligentes Vertriebs­netz von morgen.

Das Projekt konzertiert sich vorerst auf die Champagne-Ardenne, der bedeu­tendsten Wind­energie­region Frank­reichs. Die Demons­trations­anlage liegt vor der Stadt Vendeuvre-sur-Barse, dessen bereits vorhan­denes Netzwerk für die Versuche verwendet wird. Es versorgt 3200 Kunden und ist an zwei Wind­parks mit jeweils zwei und sechs Megawatt angeschlossen.

Das Projekt, das 2011 im Rahmen der Aufforderung zur Interessen­bekundung für „Intel­ligente Stromnetze“ der franzö­sischen Behörde für Umwelt­schutz und Energie ADEME gestartet wurde, ist auf drei­einhalb Jahre angelegt. Venteea ist ein Konsortium aus den Unter­nehmen Saft, Schneider Electric, General Electric, EDF R & D, Boralex, RTE und Made, und zwei Universitäten, der Technischen Universität von Troyes UTT und der Université Lille Nord de France. (Quelle: Wiss. Fra.)

Link: Projekt Venteea

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