Neue Lö­sung­en für Pas­si­vie­rung und Wa­fe­ring

Im Biegeversuch können die Forscher des Fraunhofer CSP die mit unterschiedlichen Verfahren gesägten Siliziumwafer und Solarzellen miteinander vergleichen und bewerten. (Bild: Fh.-CSP)

Im Biegeversuch können die Forscher des Fraunhofer CSP die mit unter­schied­lichen Verfahren gesägten Silizium­wafer und Solarzellen mitein­ander verglei­chen und bewerten. (Bild: Fh.-CSP)

Mehr als 1300 Forschungsergebnisse von rund 6500 Autoren aus 86 Ländern werden auf der EU PVSEC vorge­stellt und von den weltweit führenden Wissen­schaftlern, Ingen­ieuren und Branchen­vertretern aus dem Bereich der Photo­voltaik diskutiert. „Die Solar­industrie ist weiterhin ein globaler Wachstums­markt, zudem entstehen gerade spannende neue Anwendungs­felder, etwa in extremen Klimaten. Die zentrale Heraus­forderung für die Branche ist dabei, gerade in Europa und Deutschland, die Steigerung der Wettbewerbs­fähigkeit. Genau dafür präsentieren wir den führenden Köpfen aus Forschung und Entwicklung auf der PVSEC wertvolle Lösungen“, sagt Fraunhofer-CSP-Leiter Prof. Jörg Bagdahn.

Marcus Gläser und Dr. Dominik Lausch vom CSP stellen auf der Konferenz am Dienstag, 15. September, neue Ansätze zur Passi­vierung von Solar­zellen vor. Sie haben die licht-induzierte und elektrisch-induzierte Passi­vierung von Bor-Sauer­stoff-Verbin­dungen anhand der Lade­zustands­kontrolle von Wasser­stoff verglichen und optimiert.

Felix Kaule referiert ebenfalls am Dienstag, 15. September, zur mechanischen Festig­keit von Wafern, die mit Diamant­draht oder in einer Slurry gesägt wurden, und betrachtet dabei den gesamten Prozess vom Wafer über die Zelle bis hin zur Zuverläs­sigkeit im Modul. Die Fraunhofer-Forscher haben für diese Frage­stellung mit Hanwha Q-Cells innerhalb des Inno­Profile-Transfer-Vorhabens DiaCell zusammen­gearbeitet.

Zudem sind auf der EU PVSEC zwölf Poster zu sehen, an denen Mitarbeiter des CSP betei­ligt waren. Die Band­breite der Themen reicht dabei von Plasma­textu­rierung multi­kristal­liner Solar­zellen über die Mikro­struktur­analyse und Vorher­sage der Korn­orien­tierung in multi­kristal­linen Solar­zellen bis hin zum Thermal-Laser-Sepa­ration-Prozess (TLS) als neuer Methode zur Herstel­lung hoch­effi­zienter Halbzell-Module.

„Die Themen der EU PVSEC in diesem Jahr zeigen, welch hohen Stellen­wert die Material­forschung und die Mikro­struktur­diagnostik in der Photo­voltaik haben“, sagt Bagdahn. „Genau für diese Frage­stellungen präsen­tieren wir übrigens inno­vative Ansätze bei einer eigenen Veran­staltung, den PV Days am 27. und 28. Oktober am Fraunhofer-CSP in Halle. Ich lade unsere Partner schon jetzt herzlich dazu ein.“ (Quelle: Fh.-CSP)

Links: PV Days, Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik CSP, Halle (Saale)European Photovoltaic Solar Energy Conference and Exhibition EU PVSEC

 

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