Energieaudits: Frist bis 5. Dezember

Durchschnittliche Energieeffizienzpotenziale bei Querschnittstechnologien in Unternehmen. Quelle: dena, Initiative EnergieEffizienz

Durchschnittliche Energieeffizienzpotenziale bei Querschnittstechnologien in Unternehmen. (Bild: Dena)

Bis zum 5. Dezember dieses Jahres müssen Unter­nehmen, die nicht unter die EU-Definition für kleine und mittlere Unter­nehmen fallen, erstmals ein Energie­audit durch­geführt haben. Darauf weist die Deutsche Energie-Agentur Dena hin. Ein Energie­audit ist die systematische Er­fassung und Analyse von Energie­ein­satz, -ver­brauch und -kosten in Unter­nehmen inklusive Vorschlägen zur Effizienz­steigerung. Mit der Nov­elle des deutschen Energie­dienst­leistungs­gesetzes EDL-G wurde es ver­pflichtend ein­geführt. Auf den Infor­mat­ions­­seiten der Dena  finden Unter­nehmen die wichtigsten Infos zum Energie­audit sowie zu­ge­lassene Energie­auditoren.

„Nicht-KMU mit Auditverpflichtung sollten die nächsten Wochen nutzen, um einen entsprechend quali­fizierten Energie­berater zu beauf­tragen“, rät Annegret-Claudine Agricola, Leiterin des Bereichs Energie­systeme und Energie­dienst­leistungen bei der Dena. „Auch eigene Mitarbeiter können das Energie­audit durch­führen, wenn sie die An­forderungen des EDL-G erfüllen.“

Die Audit-Ver­pflicht­ung betrifft alle Unter­nehmen, bei denen die Mit­arbeiter­zahl oder der Jahres­umsatz und die Jahres­bilanz­summe bestimmte Schwellen­werte über­steigen – unabhängig von Rechts­form oder Branche. Unter gewissen Voraus­setzungen gelten aber auch kleinere Unter­nehmen als Nicht-KMU und sind entsprechend audit­pflichtig. Mit dem kostenfreien KMU-Schnellcheck des Bundes­ministeriums für Wirtschaft und Energie können Unter­nehmen prüfen, ob sie sich in den nächsten Wochen auditieren lassen müssen.

Befreit sind Nicht-KMU von der Pflicht zur Durchführung eines Audits gemäß des EDL-G, wenn sie bis zum Stichtag ein Energie­management­system nach DIN ISO 50001 oder ein Umwelt­management­system nach EMAS eingerichtet oder mit der Ein­richtung begonnen haben. Für sie genügt der Nachweis über die Zer­tifizierung des Systems bis zum 31. Dezember 2016. Hinter­grund für die Durch­führung der Audits sind die Bemühungen der Europäischen Union, die Energie­effizienz EU-weit um zwanzig Prozent bis 2020 zu stei­gern.

Die Initiative Energieeffizienz der Dena fasst unter ihrer Website zum Energieaudit die Anforderungen an Unter­nehmen, interne und externe Energie­auditoren sowie den Ablauf des Energie­audits zusammen. Unter­nehmen finden dort zusätzlich einen Zugang zu einer Liste mit Experten des Bundes­amts für Wirt­schaft und Aus­fuhr­kontrolle BAFA, die ein Energie­audit durch­führen dürfen. Via Post­leit­zahlen­suche können sie hier kostenfrei Auditoren in der jeweiligen Region ermitteln. (Quelle: Dena)

Weitere Infos:Informationsseiten Energieaudit, Dena • KMU-Check, Deutsche Energie-Agentur Dena • Info & Merkblatt für Energieaudits, Bundes­amts für Wirtschaft und Ausfuhr­kontrolle BAFAGesetzestext zu Energiedienstleistungen und andere Energieeffizienzmaßnahmen

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