Deutscher Solarpreis für Martha Lux-Steiner

Martha Lux-Steiner wird mit dem Deutschen Solarpreis von Eurosolar ausgezeichnet. (Bild: R. Horn / HZB)

Martha Lux-Steiner wird mit dem Deutschen Solarpreis von Eurosolar ausgezeichnet. (Bild: R. Horn / HZB)

Die renommierte Physikerin Martha Lux-Steiner, Wissen­schaft­lerin am Helmholtz-Zentrum Berlin und der Freien Univer­sität Berlin, erhält den Deut­schen Solar­preis 2015. Euro­solar, die Euro­päische Vereini­gung für Erneuer­bare Energien, würdigte damit ihr Lebens­werk und ihr Engage­ment in Forschung und Lehre. Lux-Steiner leitet das Institut für Hetero­gene Material­­systeme am Helmholtz-Zentrum Berlin und ist Profes­sorin am Fach­bereich Physik der Freien Univer­sität Berlin. Im Laufe ihrer Karri­ere hat sie neue Material­systeme für Solarz­ellen entwickelt, den Techno­logie­­transfer vorange­trieben und sich in der Lehre und für den wissen­schaft­lichen Nach­wuchs enga­giert, wie es in der Begrün­dung für die Ehrung heißt.

Dabei sei sie immer wieder neue Wege gegangen, nicht zuletzt auch mit einer Sommer­univer­sität in den Schweizer Bergen, wo sich junge Menschen aus Archi­tektur, Betriebs­­wirt­schaft und Natur­wissenschaft praktisch und theoretisch mit erneuerbaren Energien beschäftigen. Allein in den letzten zwanzig Jahren, während ihrer Berliner Zeit am Helmholtz-Zentrum Berlin und an der Freien Universität Berlin, hat sie mehr als 160 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu einer Karriere im Bereich der erneuerbaren Energien ermutigt, ihren Forschergeist geweckt und sie erfolgreich auf ihrer universitären Qualifizierungs­leiter begleitet, vom Studien­abschluss zur Promotion und einige davon sogar bis zur Professur.

Der Sonderpreis für persönliches Engagement wird Lux-Steiner von Eurosolar am 17. Oktober im Ibachhaus in Schwelm auf einer festlichen Veranstaltung überreicht. „Über diese öffentliche Anerkennung freue ich mich sehr“, sagt Martha Lux-Steiner. Eurosolar zeichnet damit Menschen aus, die als besondere Vorbilder und Wegbereiter für die Nutzung erneuerbarer Energien wirken. Nicht nur beruflich, sondern auch in ihrem persönlichen Umfeld setzt sie um, was sie vertritt: So hat die gebürtige Schweizerin ihr Haus in den Schweizer Bergen mit einer Wärmepumpe und einer leistungs­starken Sechs-Kilowatt-Anlage ausgestattet, die mehr Strom erzeugt, als sie selbst benötigt. Diese Anlage besteht aus Chalkopyrit-Dünnschicht-Solarmodulen, die sie vor Jahren selbst erforscht und dann bis zur Anwendungsreife weiter entwickelt hat.

Aus ihrer Arbeitsgruppe gründeten damals junge Mitarbeiter eine Produktionsfirma aus, die jahrelang erfolgreich war und auf dem Gipfel ihres Erfolgs über zweihundert Mitarbeiter hatte. Erst im Zug der großen Krise musste sie schließen. „Trotz solcher Rückschläge glaube ich an die Zukunft, auch der europäischen Solarindustrie. Denn es geht immer noch besser, noch effizienter, auf deutlich kleineren Flächen und schöner. Mit unserer Forschung bereiten wir den Weg in eine nachhaltige Energieversorgung vor, denn die Sonnenenergie wird dabei eine sehr große Rolle spielen“, ist Lux-Steiner überzeugt. (HZB / pro-physik.de)

Links: Verleihung Deutscher Solarpreis, 17. Oktober 2015 in Schwelm • Institut f. Heterogene Materialsysteme (M. Lux-Steiner), Helmholtz-Zentrum Berlin

 

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