VW: 34 Milliarden für die Zukunft

Die Studie I.D. CROZZ ist ein Crossover aus SUV und viertürigem Coupé und soll 2020 in Serie gehen (Quelle: VW)

Der VW Konzern hat letzte Woche wichtige Weichen für die künftige Ausrichtung des Unternehmens gestellt und damit die strategischen Ziele bis zum Jahr 2025 untermauert. Um seine starken Innovations- und Technologie­kräfte weiter auszubauen, wird der Konzern in den kommenden Jahren Milliarden­beträge in Elektro­mobilität, das autonome Fahren, neue Mobilitäts­dienste und die Digitali­sierung investieren. Insgesamt sollen in diese Zukunfts­technologien bis Ende 2022 mehr als 34 Milliarden Euro investiert werden, so das Ergebnis der Konzern-Planungs­runde für die Jahre 2018 bis 2022. Der größte Anteil davon wird in die Elektrifizierung und die Hybridi­sierung aller Konzernmodelle fließen. Damit erhöht Volkswagen noch einmal deutlich sein Engagement für diese umwelt­freundliche Antriebsart und treibt die im September angekündigte Elektri­fizierungs­offensive „Roadmap E“ mit aller Kraft voran. Der Konzern hatte dabei angekündigt, bis 2030 das gesamte Modellportfolio zu elektrifizieren.

„Mit der nun verabschiedeten Planungsrunde schaffen wir die Voraus­setzungen, Volkswagen bis zum Jahr 2025 zur weltweiten Nummer Eins in der Elektro­mobilität zu machen”, sagte Matthias Müller, Vorstands­vorsitzender der Volkswagen Aktien­gesellschaft, im Anschluss an die turnus­gemäße Aufsichts­rats­sitzung. „Das Auto wird gerade neu erfunden. Wir investieren gezielt und aus eigener Kraft die dafür nötigen Mittel in die Digitali­sierung, ins Autonome Fahren, in die Elektro­mobilität, in neue Mobilitäts­dienste. Wir tun das aber, ohne die aktuellen Technologien und Fahrzeug­projekte zu vernachlässigen. Denn damit verdienen wir auf absehbare Zeit unser Geld. Ich bin überzeugt: Diesen Spagat kann und wird der Volkswagen Konzern mit seinen Marken und seinem Synergiepotenzial meistern – wie kein anderes Unternehmen unserer Industrie.”

„Die gesamte Auto­industrie steht in den nächsten Jahren vor einem grundlegenden Wandel, der große Chancen bietet, aber auch riesige Anstrengungen von uns fordert“, sagte Konzernchef Müller weiter. „Wir haben einen überzeu­genden Plan. Wir sind finanziell robust aufgestellt. Wir haben die Erfahrung und das Talent. Und wo uns noch Kompetenzen fehlen, da bauen wir diese gezielt auf und verstärken uns. Mit der beschlossenen Planungs­runde sind die Leitplanken gesetzt. Jetzt gilt es: Tempo machen und am gemeinsamen Erfolg arbeiten.“

Mit der „Roadmap E“ und der konkreten Planung für die nächsten fünf Jahre habe sich der Volkswagen Konzern sehr ambitionierte Wachstums­ziele gesetzt, betonte auch Frank Witter, Konzern­vorstand für Finanzen und Controlling. „Trotz der großen Herausforderungen halten wir daran fest: Sowohl die Sach­investitions- als auch die Forschungs- und Entwicklungs­kostenquote im Konzern­bereich Automobile werden wir deutlich senken.“ Beide Kennziffern werden nach der heute verabschiedeten Planungs­runde bereits ab 2020 auf das wettbewerbs­fähige Niveau von jeweils 6,0 Prozent sinken. Witter: „Das belegt, dass unsere Strategie auf einer soliden Basis steht und wir unsere anspruchsvollen Konzernziele voll und ganz bestätigen können.” Im Jahr 2016 hatte die entsprechende Sach­investitions­quote noch 6,9 Prozent betragen.

Der Volkswagen Konzern hatte Anfang September mit seiner „Roadmap E“ die umfassendste Elektri­fizierungs­offensive der Automobil­industrie angekündigt: Danach soll 2025 etwa jedes vierte neue Fahrzeug des Konzerns rein batterie­elektrisch angetrieben werden – achtzig Modelle in allen Marken des Konzerns. Je nach Markt­entwicklung könnten dies bis zu drei Millionen E-Autos jährlich sein. Bis 2030 will das Unternehmen sein gesamtes Modell­portfolio elektri­fizieren, dann wird es dementsprechend von jedem der rund dreihundert Konzern­modelle mindestens eine E-Variante geben. Der Konzern hat dafür eines der größten Beschaf­fungs­volumen ausgeschrieben: mehr als fünfzig Milliarden Euro sollen in Batterie­zellen fließen. (Quelle: VW)

Link: E-Mobility Modelle, Volkswagen AG

Verwandte Beiträge: VW Elektro-Bulli kommt 2022, energyviews.de, 29. August 2017

Speak Your Mind

*