„Hochzeit von Ener­gie- und Archi­tek­tur­kon­zep­ten“

Eindrücke von der Bauhaus-SOLAR 2011 (Bild: B. Neumann)

Eindrücke von der Bauhaus-SOLAR 2011 (Bild: B. Neumann)

Heute und morgen findet der 6. Internationale Kongress Bauhaus.SOLAR in Weimar statt. Der thematische Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf dem Spannungsfeld „Energie­wandel und zukunfts­fähige Architektur“ und widmet sich damit der Frage, wie sich technische Innova­tionen und energie­basierte Planung von Gebäuden oder Quartieren mit wirtschaft­lichen und gesell­schaft­lichen Faktoren vereinbaren lassen.

An den beiden Tagen tauschen sich Experten aus Architektur, Bauwesen, Technik und Design sowie Firmen­vertreter über neueste Konzepte, Projekte und Forschungs­ergebnisse aus. Das Programm des Bauhaus.SOLAR 2014 ist aufgefächert in fünf Themen­felder und schlägt den Bogen von ästhetischen Fragen beim Einsatz von energie­basierten Elementen in Archi­tektur und Stadt­planung über die Präsen­tation neuartiger Technologien elektrischer und thermischer Speicher und Wärme­pumpen bis hin zu innovativen Planungs­konzepten für Städte, Quartiere und Industrie­parks. Als wissen­schaft­licher Partner bringen sich das Fraunhofer-Institut für Werkstoff­mechanik IWM und das Fraunhofer-Center für Silizium-Photo­voltaik CSP inhaltlich in den diesjährigen Kongress ein.

Einen Beitrag zum Themenfeld „Energiesystem II – Vernetzung“ leistet Norman Klüber vom IWM in Halle mit seinem Vortrag „architecture upgrade – BIPV und Electro-Carsharing bei Sanierung im E-Quartier“. Klüber verfolgt den Ansatz, Bau- und Verkehrs­sanierung im urbanen Raum miteinander zu verschränken. „Um den CO2-Ausstoß in Städten zu verringern, sollten Gebäude und Verkehr nicht getrennt voneinander betrachtet werden, da sie sich gegen­seitig beein­flussen“, betont Klüber. Hierfür arbeitet er an einem Betreiber­modell für Wohnungs­gesell­schaften, bei dem Elektro-Carsharing mit lokalen Bau­sanierungs­projekten von Wohn­quar­tierten verknüpft werden soll. Dem Mieter soll damit ein umfassendes Wohn- und Mobilitäts­konzept mit Stell­plätzen zum Laden und Betreiben von Gemein­schafts­elektro­fahr­zeugen geboten werden.

Welchen Nutzen Strömungs­simulationsmodelle für die Planung und den Einsatz bau­werks­inte­grierter Photo­voltaik haben, berichtet Ulli Zeller aus der Arbeits­gruppe Modul­zuverlässig­keit vom Fraunhofer-CSP in Halle. Zeller beschäftigt sich mit dem Einfluss von Umgebungs­bedingungen wie Temperatur und Wind­geschwin­digkeit und untersucht, wie sich diese auf die Lebensdauer und die Leistung von Photo­voltaik­modulen auswirken. „Die Betriebs­temperatur der Module ist neben der Einstrahlung ein entscheidender Faktor für den Ertrag von Photo­voltaik­modulen“, sagt Zeller. Um die thermische und mechanische Belastung bei unter­schied­lichen Modul­systemen und Stand­orten abzubilden, setzt die Forschungs­gruppe auf den Einsatz von Computer­simulation. Die Anwendung numerischer Simulation bringe den Vorteil, so Zeller, dass aufwändige, experi­mentelle Unter­suchungen sowie Vergleiche zwischen den verschie­denen Systemen virtuell leichter durchgeführt werden können.

Die Moderation des Programm­schwer­punkts „Innovative Building Integrated Photo­voltaic (BIPV)“ übernimmt Prof. Dr. Ralf B. Wehrspohn, Leiter des IWM in Halle und Mitglied des wissen­schaft­lichen Beirats von Bauhaus.SOLAR. Zusätzlich zu den Vorträgen wird das Fraunhofer-Institut für Werk­stoff­mechanik auf dem Kongress mit innova­tiven Produkten wie dem dach­inte­grierten Leichtbau-Solar­modul­system GISMO präsent sein. (Quelle: Fh.-IWM)

Link: 6. Internationaler Kongress Bauhas.SOLAR, SolarInput e.V / greenkon3 GmbHFraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik CSP, Halle (Saale)

 

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