Organische Elektronik für ultraleichte Solarfolien

Neue Anwendungsmöglichkeiten im Bereich der gebäudeintegrierten Photovoltaik: organische Solarfolien verwandeln die Fassade in ein effizientes Kraftwerk. Bild: Heliatek / Smack Comm.)

Neue Anwendungsmöglichkeiten im Bereich der gebäudeintegrierten Photovoltaik: organische Solarfolien verwandeln die Fassade in ein effizientes Kraftwerk. (Bild: Heliatek / Smack Comm.)

Noch bis 17. April präsentieren sich Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus Dresden auf der Hannover Messe. Am Gemein­schafts­stand des Organic Electronics Saxony e. V. (Halle 2/Stand A38), sind Exponate der Heliathek GmbH, von Plastic Logic Germany, des Instituts für Angewandte Photophysik der Exzellenz­universität TU Dresden (IAPP), dem Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP und der Bauhaus-Universität Weimar zu sehen.

Ein Augenmerk der Hannover Messe liegt auf organischer Elektronik, welche auch in Dresden eine bedeutende Rolle spielt. Dominik Gronarz, Geschäftsführer von OES erklärt die Besonderheit von Organischer Elektronik: „Im Gegensatz zur klassischen Elektronik ist sie ultradünn, extrem leicht, transparent, flexibel und hat eine exzellente Umweltbilanz. Dadurch sind völlig neue Anwendungen möglich und das Design wie auch die Funktion von bekannten elektronischen Geräten wird sich nachhaltig verändern. Bisher kommt die organische Elektronik nur in Form von OLEDs zum Einsatz.“ Organische Elektronik umfasst jedoch weit mehr Teilbereiche. „Bei anderen organischen Bauteilen, wie Solarzellen, Sensoren oder Batterien, hat die Technologie noch nicht die für die Massen­produktion notwendige Reife erreicht. Sobald hier die nächsten techno­logischen Hürden genommen werden, steht eine Fülle von neuen organisch-elektro­nischen Anwendungen in Automobilbau, Medizin­technik, Sicherheits­technologie, Aeronautik, Health Care, Archi­tektur und im mobilen Einsatz bereit“, so Gronarz weiter.

Die Dresdner Heliatek GmbH, ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich der organischen Photovoltaik, zeigt eine Solarfolie. Deren im Vakuum-Rolle-zu-Rolle-Verfahren hergestellten Komponenten sind ultraleicht, weniger als 1mm dünn, flexibel, verschieden­farbig, transparent und funktionieren bestens unter realis­tischen Bedingungen wie sehr heißen oder bewölkten Tagen. Auf dem Stand zeigt Heliatek einen zwei Meter langen, flexiblen HeliaFilm, eine violette Variante der Folie sowie einen transparenten HeliaFilm in Glas einlaminiert. Die Demons­tratoren zeigen die Kombinations­möglich­keiten mit verschie­densten Baumate­rialien. Dazu zählen neben Glas, auch Beton, Stahl und PVC-Membranen. Mit diesen Möglichkeiten ist die Solarfolie fast unbegrenzt in den Fassaden von Gebäuden einsetzbar. (Quelle: OES / optik-photonik.de)

Links: Organic Electronics Saxony e. V. auf der Hannover Messe, Halle 2, Stand A38Exzellenzstadt Dresden„Die 3. Generation der Solarenergie“, Heliatek GmbH

Speak Your Mind

*