Trends in der Photo­vol­taik

Fraunhofer-Mitarbeiter S. Dietrich erläutert die künstliche Bestrahlung von Solarzellen. (Bild: Fraunhofer CSP)

Fraunhofer-Mitarbeiter S. Dietrich erläutert die künst­liche Be­strah­lung von Solar­zellen. (Bild: Fraunhofer CSP)

Neue Erkennt­nisse aus For­schung und In­dus­trie sowie wich­tige Trends der glo­ba­len Märk­te in der Photo­vol­taik haben rund 150 Ex­per­ten aus 14 Län­dern bei den PV Days am Fraun­hofer-Center für Sili­zium-Photo­vol­taik CSP in Halle dis­ku­tiert. Zu den Höhe­punk­ten gehör­ten Vor­trä­ge zu Solar­mo­dulen für ex­tre­me Kli­ma­ta, Photo­vol­taik in der Elektro­mo­bi­li­tät, Perow­skiten und inno­vativen Wafer- und Zell­techno­logien.

Die PV Days brach­ten nach der ersten Auf­lage im Jahr 2014 zum zwei­ten Mal füh­rende Fach­leute aus For­schungs­ein­rich­tungen und von Her­stellern zu­sammen. „Ich freue mich sehr, dass die Ta­gung noch besser be­sucht war als bei der Pre­miere im ver­gangenen Jahr. Mehr als die Häl­fte der Teil­nehmer ka­men aus der Indus­trie. Das zeigt, dass sich die PV Days schnell als wich­tiger Termin für die Bran­che eta­bliert ha­ben. Und es unter­streicht, welch ho­hen Stellen­wert For­schung und Ent­wick­lung für die Her­steller haben”, sagte ­Jörg Bagdahn, Leiter des Fraun­hofer CSP, zum Ab­schluss der zwei­tägigen Kon­ferenz.

Im Mittel­punkt der insgesamt elf Work­shops der Ta­gung standen Zuver­lässig­keits­fragen, bei­spiels­weise die Lebens­dauer von Ver­kapselungs­materialien, neu­artige Prüf­verfahren mit LED-Solar­simu­latoren oder der Um­gang mit be­sonderen Be­lastungen für Mo­dule in rauen Klima­ten. Auch Zukunfts­hemen wie Leicht­bau­module oder Solar­zellen aus orga­nischen Ma­te­ria­lien und Perow­skiten stan­den auf dem Pro­gramm. Zu­dem hatten die Teil­nehmer bei Rund­gängen die Gelegen­heit, die Labore und tech­nische Ausstattung des Fraun­hofer CSP kennen­zu­lernen.

„Be­son­ders spannend fand ich persönlich die Vor­träge zum Kerfless Wafering, also dem Her­stellen von Sili­zium-Wafern mit deut­lich weniger Material­verlust. Das ist ein Trend, der sicher auch in den kommenden Jahren noch spannende Er­geb­nisse liefern wird und den Her­stellern neue Möglich­keiten er­öffnet. Kerf­less Techno­lgien haben meist jedoch den Nach­teil, dass sie sich mit her­kömmlichen Methoden nicht tex­tu­rieren lassen. Hier ist die Plasma­textu­rie­rung eine mög­liche Alter­native, deren Poten­ziale eben­falls in einer Session bei uns vor­ge­stellt wur­den”, sagt Bagdahn. Die näch­sten PV Days werden am 28./29. Sep­tember 2016 eben­falls am Fraun­hofer CSP in Halle statt­finden. (Quelle: Fraunhofer IWM)

Links:  Fraunhofer-Center für Siliziumphotovoltaik, Halle • PV Days, Fraunhofer CSP

Speak Your Mind

*